Preußen Münster gibt sich im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga noch nicht auf. Nach dem wilden 3:3 (2:2) bei Hannover 96 beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz zwar fünf Punkte. Und die beiden letzten Gegner der Saison sind die Spitzenteams aus Darmstadt und Elversberg.
Aber Kapitän Jorrit Hendrix sagte nach seinem spektakulären 25-Meter-Hammer zum späten Ausgleich in der Nachspielzeit (90.+3): "Nächste Woche steht wieder eine Truppe mit einer guten Haltung auf dem Platz, die um den Sieg kämpft. Wenn man eine Möglichkeit hat, dann muss man auch Hoffnung haben! Das ist unsere Pflicht."
Vor 49.000 Zuschauern in der Heinz von Heiden Arena führte Münster durch Tore von Imad Rondic (25.) und Shin Yamada (39.) sogar schon mit 2:0. Doch Mustapha Bundu (45.+1/45.+4) schoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch zwei sehenswerte Tore. Nach der Pause vergab Preußen mehrere Großchancen, ehe der eingewechselte Isländer Stefan Teitur Thordarson (85.) zum umjubelten 3:2 für Hannover traf. Die letzte Antwort hatte jedoch Hendrix in der Nachspielzeit per Direktabnahme.
"Das war heute eine gute Zusammenfassung unserer ganzen Saison. Es war alles mit drin", sagte der Niederländer. "Wir führen 2:0. Und wie einfach und schnell es danach wieder geht - das darf nicht passieren. Da muss man schlauer sein. In der zweiten Halbzeit haben wir wieder gezeigt, was für eine Mannschaft wir sind." Was er jetzt empfinde? "Ein bisschen Freude, ein bisschen Frust, ein bisschen Enttäuschung, ein bisschen Stolz."