Nach rund zwei Wochen mit einspuriger Verkehrsführung und Tempolimit 40 geht es auf der Ruhrtalbrücke der Autobahn 52 zwischen Mülheim und Essen wieder etwas schneller voran. Die schadhafte Stelle am Brückenübergang sei repariert und für den Verkehr mit Tempo 80 freigegeben worden, sagte ein Sprecher der Autobahn-Gesellschaft.
Trotzdem bleibt es erstmal eng auf der wichtigen Pendler-Strecke: Die Fachfirma sei beauftragt, die Übergänge zwischen Fahrbahn und Brückenkörper auch auf allen anderen Fahrspuren der A52 zu untersuchen. Man wolle sichergehen, dass es dort nicht auch defekte Übergänge gebe, sagte der Sprecher.
Dadurch werde es vermutlich noch bis April zu Einschränkungen kommen. Im Moment steht in Fahrtrichtung Essen weiterhin nur eine Spur zur Verfügung, in einigen Wochen werden dann die beiden Fahrspuren in Richtung Düsseldorf nacheinander für die Arbeiten gesperrt. "Die einspurige Verkehrsführung wird uns also noch ein bisschen erhalten bleiben", sagte der Sprecher.
80.000 Fahrzeuge pro Tag
An der Baustelle auf der wichtigen Pendlerstrecke hatten sich zuletzt regelmäßig kilometerlange Staus gebildet. Auf der Autobahn war ein 15 Zentimeter breiter Spalt an einer der sogenannten Übergangskonstruktionen zwischen Fahrbahn und Brückenkörper entstanden. Hintergrund ist laut Autobahn-Gesellschaft, dass sich die fast 1,9 Kilometer lange Brücke bei Wärme ausdehnt und bei Kälte wieder zusammenzieht.
Der dadurch entstandene Spalt zwischen der Brücke und dem festen Boden auf Mülheimer Seite hätte vor allem für Motorradfahrer gefährlich werden können. Die Brücke wurde zunächst in Richtung Essen ganz gesperrt, dann gab es das strenge Tempolimit, das für lange Staus sorgte.
Die A52 ist eine zentrale Pendlerverbindung zwischen dem Rheinland und dem Ruhrgebiet. Die Ruhrtalbrücke wird laut Autobahn GmbH täglich von fast 80.000 Fahrzeugen genutzt.