Ermittlungen
Zwei weitere Festnahmen nach tödlicher Brandstiftung in Köln

Im Oktober 2018 forderte ein Brand in Köln zwei Todesopfer. (Archivbild) Foto: Oliver Berg/dpa
Im Oktober 2018 forderte ein Brand in Köln zwei Todesopfer. (Archivbild) Foto
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Nach einem verheerenden Feuer im Kölner Severinsviertel 2018 hat die Polizei zwei weitere Verdächtige festgenommen. Sie sollen Komplizen eines schon gefassten mutmaßlichen Brandstifters gewesen sein.

Fast acht Jahre nach einer Brandstiftung mit zwei Toten in Köln hat die Polizei zwei weitere mutmaßliche Beteiligte festgenommen. Es handle sich um einen 31- und einen 46-Jährigen, teilten die Ermittler mit. Es seien mehrere Wohnungen durchsucht worden. Ein erster Verdächtiger war bereits im vergangenen Jahr gefasst worden. 

Die Ermittlungen in dem Fall reichen bereits bis in den Oktober 2018 zurück. Damals war in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Kölner Severinsviertel ein Feuer ausgebrochen. Ein Ehepaar starb, mehrere Menschen erlitten schwere Rauchgasvergiftungen.

Gelegt haben soll das Feuer damals ein Mann, der im vergangenen Jahr nach einem Hinweis durch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" festgenommen wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Deutsche in die Wohnung seiner Freundin eindrang, als diese auf der Arbeit war.

Brandbeschleuniger vor der Tat

Den zwei nun am Dienstag festgenommenen Männern wird vorgeworfen, als Komplizen beteiligt gewesen zu sein. Der 46-Jährige soll den mutmaßlichen Brandstifter unter anderem mit Brandbeschleuniger versorgt haben. Ihm wird Beihilfe vorgeworfen. Der zweite Verdächtige soll "unmittelbar beteiligt gewesen" sein, wie es hieß. Ihm werde unter anderem gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. 

Nähere Angaben zu den beiden Verdächtigen - etwa zu persönlichen Hintergründen oder ihrem Verhältnis zu den anderen Verdächtigen - machten die Ermittler zunächst nicht.

Bei den Durchsuchungen war nach Angaben der Polizei auch ein Datenspeicherspürhund beteiligt. Es habe Hinweise gegeben, dass Beweismittel vergraben sein könnten.

dpa