Messerstiche
Blutiger Streit unter Brüdern endet tödlich

Der jüngere Bruder wurde vorläufig festgenommen. Gegenüber der Polizei gab er an, er habe sich nur gegen Angriffe des Älteren ve
Der jüngere Bruder wurde vorläufig festgenommen. Gegenüber der Polizei gab er an, er habe sich nur gegen Angriffe des Älteren verteidigt. (Symbolbild) Foto
© Jens Büttner/dpa
Der ältere stirbt, der andere landet schwer verletzt in der Klinik: In einer Wohnung eskaliert ein Streit derart, dass zwei Brüder mit einem Messer aufeinander einstechen. Was steckt dahinter?

Bei einer blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei Brüdern in einer Wohnung in Castrop-Rauxel ist am Sonntagabend ein 39-Jähriger durch Messerstiche tödlich verletzt worden. Der jüngere Bruder kam mit einer tiefen Stichverletzung ins Krankenhaus, so die Staatsanwaltschaft Dortmund. Er war noch am Tatort vorläufig festgenommen worden. 

Die beiden Deutschen hatten nach ersten Erkenntnissen in der Wohnung des jüngeren Mannes zunächst verbal gestritten und sich dann gegenseitig mit einer Stichwaffe schwer verletzt, berichtete Staatsanwalt Henner Kruse. 

Der 33-Jährige habe gegenüber Nachbarn und der Polizei ausgesagt, er sei von seinem Bruder angegriffen worden und habe sich nur verteidigt. Seinen ersten Angaben zufolge habe sein Bruder Geld von ihm verlangt. Als er dies verweigerte, soll er auf ihn losgegangen sein. 

Nachbarn alarmieren die Polizei

Laut Staatsanwalt hatte der 33-Jährige seinen Bruder noch in den Hausflur des Mehrfamilienhauses geschleppt. Darauf aufmerksam geworden, verständigten Nachbarn die Polizei. Der 39-Jährige sei trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort verstorben. 

Eine Mordkommission hat die Ermittlungen zum noch unklaren Tathergang und den Hintergründen aufgenommen. Zunächst soll die Leiche des 39-Jährigen obduziert werden.

dpa