Eine nach der Entgleisung eines Güterzugs gesperrte Strecke im Sauerland ist weiterhin nicht befahrbar – ab Donnerstag sollen jedoch die ersten Züge wieder rollen. Ab etwa 12.00 Uhr soll ein Gleis zwischen Werdohl und Plettenberg wieder freigegeben werden, teilte ein Sprecher der Bahn mit. In dem Abschnitt fahren die Regionallinien RE 34 und RB 91.
Auf einer Länge von rund 600 Metern könnten die Züge jedoch zunächst nur mit einer reduzierten Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde fahren, hieß es weiter. Dadurch könne es weiterhin zu Verspätungen oder einzelnen Zugausfällen kommen.
Wann das Gleis in der Gegenrichtung Plettenberg-Werdohl wieder befahren werden kann, war zunächst weiter unklar. Die Gleise müssten auf mehreren Kilometern erneuert werden. "Die Planungen der Reparaturarbeiten für den Streckenabschnitt laufen bereits", teilte der Sprecher weiter mit.
Unfall mit zwei Güterzügen
Zwischen Plettenberg und Werdohl waren laut Deutscher Bahn am Dienstagmorgen in einem Tunnel mehrere Wagen eines Güterzugs aus den Schienen gesprungen. Hierbei geriet eine Achse auf das Nachbargleis und kollidierte mit einem entgegenkommenden Güterzug. Entgegen erster Angaben entgleiste dieser nicht, sondern konnte nach einer Schnellbremsung den Tunnel aus eigener Kraft verlassen.
Seither enden und beginnen Züge der RE 34 aus Richtung Hagen in Werdohl, aus Richtung Siegen in Plettenberg. Die Züge der RB 91 enden und beginnen entweder in Altena oder Plettenberg. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet.