Mobilitätsministerin Katrin Eder fordert mehr finanzielle Unterstützung vom Bund für mehr Sicherheit in Zügen und an Bahnhöfen. "Sicherheit hat einfach ihren Preis", betonte die Grünen-Politikerin in Mainz.
Neben den beim Sicherheitsgipfel der Bahn besprochenen Sofortmaßnahmen sei ein Bündel an Maßnahmen notwendig, um die Sicherheit langfristig zu verändern. Die Länder könnten dies für den Regionalverkehr alleine aber nicht leisten, wenn der Bund nicht auch stärkere finanzielle Verantwortung übernimmt, sagte Eder.
Ohne Angst die Arbeit im Zug erledigen
"Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter müssen ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können, ohne dass die Angst mitfährt", mahnte die Ministerin. Es seien mehr Bodycams und auch verstärkt der Einsatz von Zweier-Teams im Zugbetrieb nötig. Der Bahn-Gipfel habe dafür die richtigen Weichen gestellt.
Hilfreich sei auch, dass das Deutschlandticket fälschungssicherer werden soll, erklärte die Mobilitätsministerin. Das könne bei Kontrollen kritische Situationen verhindern.
Der Sicherheitsgipfel war nach dem tödlichen Angriff auf einen 36 Jahre alten Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz einberufen worden. Der Mann wurde von einem Fahrgast angegriffen, der kein Ticket hatte und daher des Zuges verwiesen werden sollte. Dabei erlitt der 36-Jährige so schwere Kopfverletzungen, dass er im Krankenhaus starb. Der mutmaßliche Angreifer, ein 26 Jahre alter Grieche, sitzt in Untersuchungshaft.