Ex-Bundesverkehrsminister Volker Wissing (55), heute Anwalt im pfälzischen Landau, hat Ende 2024 wegen seines früheren Spitzenamtes die Beerdigung seiner Schwägerin verpasst. "Das war bitter, die eigene Familie an so einem Tag alleine lassen zu müssen", sagte der Jurist der "Süddeutschen Zeitung". Grund war der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im Dezember 2024 mit sechs Toten und mehr als 300 Verletzten gewesen. Wissing war damals auch Justizminister - und fuhr nach Sachsen-Anhalt.
Das Leben als Minister sei "so fremdbestimmt, dass man einen familiären Preis zahlt", bedauerte Wissing. "Wer mit Begeisterung ein Ministeramt antritt, sollte die Aufgabenbeschreibung noch mal genau lesen", ergänzte der Pfälzer. Er sei mit Leidenschaft Minister gewesen, könne aber "vollständig darauf verzichten". Am 1. April soll Wissings neues Buch "Verantwortung" erscheinen.