Die saarländischen Ermittler verbessern sich bei der Aufklärung von Verbrechen. Mit einer Quote von 62,3 Prozent sei der höchste Wert in den vergangenen neun Jahren erreicht worden, berichtete Innenminister Reinhold Jost (SPD) bei der Präsentation der polizeilichen Kriminalstatistik für das vergangene Jahr in Saarbrücken. Im Vergleich zum Jahr zuvor verbesserte sich die Aufklärungsquote um 1,1 Prozentpunkte.
Auch die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen sei auf 29.493 Menschen (+2,4 Prozent) gestiegen. "Dies ist Ausdruck intensiver Ermittlungsarbeit und einer hohen Präsenz der Polizei im Land", sagte der Innenminister. Die Zahl der registrierten Straftaten im Saarland ging auf 66.372 Delikte etwas nach oben. Im Jahr zuvor hatte die Zahl bei 65.607 Fällen gelegen.
Mehr Rohheitsdelikte – weniger Erfolg mit Enkeltrick
Bei Rohheitsdelikten – dazu zählen etwa Körperverletzung und Raub – und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sowie Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und Fällen häuslicher Gewalt wurde im vergangenen Jahr eine Zunahme registriert. Auch bei Diebstählen und dabei gerade Wohnungseinbruchsdiebstahl sowie im Bereich Cybercrime und der Jugendkriminalität gab es laut Innenminister ebenfalls mehr Fälle.
Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte seien dagegen weniger Straftaten registriert worden. Spürbar war der Rückgang nach Angaben des Innenministers besonders bei den Betrugsdelikten.
Eine positive Entwicklung sei zudem bei den Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zu beobachten. Seit 2022 werde ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen verzeichnet. Das zeige, dass Präventionskampagnen zum Schutz vor dem "Enkeltrick" ältere Menschen sensibilisiere und schütze, sagte der Innenminister.