Nach einem schweren Busunfall mit Dutzenden verletzten Erwachsenen und Kindergartenkindern in Saarbrücken klagt die Staatsanwaltschaft einen Busfahrer an. Die Anklage gegen den 58-Jährigen werde "wegen des Verdachts der fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung" erhoben, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken mit. Zunächst berichtete der Saarländische Rundfunk.
In der Anklage heißt es, der Mann soll am Unfalltag im Februar 2025 einen Linienbus im Straßenverkehr gefahren haben, "obwohl er infolge körperlicher Mängel fahruntüchtig war", wie der Sprecher weiter mitteilte.
Demnach soll dem Fahrer kurze Zeit zuvor bereits schwindelig gewesen sein, während der Fahrt soll er dann das Bewusstsein verloren haben. Deswegen sei es zu einer frontalen Kollision mit einem weiteren Linienbus gekommen. Laut Anklage sollen dabei insgesamt 32 Insassen beider Busse verletzt, teilweise auch schwer verletzt worden sein.
Verletzte zwischen 3 und 80 Jahren
Zu dem Unfall kam es am Morgen des 24. Februars 2025 auf einer Straße in einem äußeren Stadtteil der Landeshauptstadt des Saarlandes. Gegen 9:08 Uhr seien mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen, hatte diese mitgeteilt. Die Busse stießen demnach bei einem Einkaufszentrum frontal zusammen. Die Verletzten waren demnach zwischen drei und 80 Jahren alt. Lebensgefahr bestand den Angaben nach in keinem der Fälle.
Dutzende Rettungswagen und Einsatzkräfte waren nach dem Zusammenstoß im Einsatz. Ein Rettungshubschrauber war zeitweise ebenfalls vor Ort, auch eine Drohne schwebte am Vormittag über dem Unglücksort. Die Busse wurden am Mittag des Unfalltags abgeschleppt und die Kreuzung am frühen Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben.