Die Lage an der in die Schlagzeilen geratenen Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen hat sich nach Einschätzung der Behörden aktuell beruhigt. Nach Reizgasattacken und weiteren Vorfällen waren Polizeikräfte seit Ende Januar täglich auf dem Schulgelände präsent. "Diese Maßnahmen haben Wirkung gezeigt", teilte das rheinland-pfälzische Bildungsministerium mit.
Die Präsenz werde der Lage angepasst, hieß es. "Künftig werden Polizeikräfte weiterhin anlasslos, aber in unregelmäßigen Abständen an der Schule und im Umfeld präsent sein." Damit bleibe die Polizei "sichtbar und ansprechbar". Die Schule sei mit einem erweiterten Aufsichtskonzept gut auf die Reduzierung vorbereitet. Über die Schritte der Polizei hatten mehrere Medien berichtet.
Drei Dienstaufsichtsbeschwerden
Die Realschule in der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz war wiederholt wegen Polizeieinsätzen in die Schlagzeilen geraten und auch Thema vor der Landtagswahl im März. Im Januar war an drei Tagen in Folge Reizgas versprüht worden, im vergangenen Oktober kam es zu einem Großeinsatz der Polizei. Im Mai 2025 soll eine Schülerin mit einem Messer eine Lehrerin attackiert haben.
Gegen den Leiter der Schule laufen drei Dienstaufsichtsbeschwerden. Das hatte Bildungsminister Sven Teuber (SPD) auf eine Kleine Anfrage der CDU-Abgeordneten Jennifer Groß mitgeteilt. Nach Angaben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sind die Verfahren noch nicht abgeschlossen.