Ob Pudel oder Foxterrier: Anders als bei Herrchen und Frauchen haben sich die Frisuren bei Hunden in den vergangenen Jahrzehnten wenig geändert. Für die einzelnen Rassen gebe es Standardfrisuren, die teils seit 140 Jahren gelten, sagt die Vorsitzende des Berufsverbandes der Groomer, Ute Klaßen. "Ein Foxterrier hat schon vor 100 Jahren so ausgesehen wie heute."
Änderungen gebe es eher in Details. So würden Hundeschnauzen aus Tierschutzgründen nicht mehr kurz geschoren - wegen der empfindlichen Tasthaare. Zudem gehe der Trend zu kürzerem Fell, damit die Besitzer weniger Zeit mit Kämmen und Bürsten verbringen müssen, erklärt Klaßen. Und der klassische Pompon-Pudel sei fast nur noch bei Ausstellungen gefragt. "Das wird sich kaum noch jemand im Alltag antun wollen." Pudelbesitzer bevorzugten heute pflegeleichtere Schnitte für ihre Lieblinge.
Expertin: Fell färben ist tabu
Die Fellpflege diene der Haut- und Haargesundheit eines Hundes, betont Klaßen. In einigen Salons würden auch Massagen oder gar Schlammpackungen für die Vierbeiner angeboten. Mit Baden und Föhnen dauere so ein Besuch schnell einmal mehrere Stunden.
Aber nicht jeder Wunsch von Herrchen und Frauchen werde dabei erfüllt. So sei das Färben von Strähnen im Fell tabu, ebenso das Lackieren von Krallen des Vierbeiners, erläutert die Expertin.
Der Begriff Groomer oder Hundefriseur ist in Deutschland nicht geschützt. Daher gebe es keine genauen Zahlen, wie viele dieser Friseure es gibt. Schätzungsweise seien es etwa so viele wie Tierärzte, sagt Klaßen.