Chemieindustrie
Chemie- und Raffineriepakt soll Industrie stabilisieren

Vertreter von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften wollen in Magdeburg einen Chemie- und Raffineriepakt zur Stabilisierung der
Vertreter von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften wollen in Magdeburg einen Chemie- und Raffineriepakt zur Stabilisierung der Branche unterzeichnen. (Archivbild) Foto
© Jan Woitas/dpa
Die Chemieindustrie steckt in der Krise - nun wollen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften gegensteuern. Was hinter dem geplanten Pakt steckt.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise in der Chemieindustrie wollen Vertreter von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften in Sachsen-Anhalt einen Chemie- und Raffineriepakt schließen. Die Vereinbarung soll am Nachmittag im Wirtschaftsministerium in Magdeburg unterzeichnet werden.

Breites Bündnis in Magdeburg

Beteiligt sind Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Michael Richter (CDU), Vertreter der Industriegewerkschaft IGBCE sowie des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie. Auch die Nordostchemie-Verbände sind vertreten.

Mit dem Pakt sollen zentrale Herausforderungen der Branche adressiert werden. Dazu zählen die Sicherung wettbewerbsfähiger Energiepreise, der Erhalt industrieller Wertschöpfungsketten sowie bessere Rahmenbedingungen für Investitionen und Genehmigungsverfahren.

Branche unter starkem Druck

Die Chemieindustrie in Ostdeutschland steht erheblich unter Druck. "Wir erleben gerade die schwerste Krise der Chemie seit der Wiedervereinigung", sagt die Hauptgeschäftsführerin der Nordostchemie-Verbände, Nora Schmidt-Kesseler.

Zusätzliche Belastungen ergeben sich aus der Lage im Nahen Osten und daraus resultierenden gestörten Lieferketten. Wichtige Rohstoffe und Vorprodukte werden teurer, zugleich kommt es zu Verzögerungen bei Lieferungen.

dpa