Gefährliches Insekt
Hubschrauber sprühen Biozid gegen Eichenprozessionsspinner

Ein Hubschrauber bringt im Altmarkkreis Salzwedel ein Biozid über Waldflächen aus, um den Eichenprozessionsspinner frühzeitig zu
Ein Hubschrauber bringt im Altmarkkreis Salzwedel ein Biozid über Waldflächen aus, um den Eichenprozessionsspinner frühzeitig zu bekämpfen. (Symbolbild) Foto
© Jens Büttner/dpa

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Hubschrauber im Tiefflug, gesperrte Wege und Gesundheitswarnungen: Im Altmarkkreis startet bald der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner – mit Folgen für Anwohner und Ausflügler.

Im Altmarkkreis Salzwedel beginnt Mitte Mai die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft. Wie der Landkreis mitteilte, soll vom 11. bis voraussichtlich 31. Mai ein Biozid per Hubschrauber über rund 850 Hektar Wald- und Grünflächen ausgebracht werden.

Betroffen sind Gebiete in der Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen und der Stadt Klötze. Die genauen Einsatztermine hängen von Wetter und Vegetation ab und werden kurzfristig bekanntgegeben.

Einschränkungen für Anwohner

Für Anwohner und Besucher bedeutet das zeitweise Einschränkungen: Während der Einsätze werden Straßen, Wege und Flächen gesperrt. Zudem kann es durch tieffliegende Hubschrauber zu Lärmbelastungen kommen.

Der Landkreis warnt davor, behandelte Flächen zu betreten, solange das Mittel noch nicht vollständig auf den Blättern abgesetzt ist. Hautreizungen können nicht ausgeschlossen werden. Auch das Sammeln von Pilzen, Beeren oder Kräutern ist dort bis drei Wochen nach Ende der Maßnahmen verboten.

Mit der Aktion sollen die Raupen frühzeitig bekämpft und Gesundheitsgefahren durch ihre Brennhaare verhindert werden.

Gesundheitsrisiken durch Brennhaare

Der Eichenprozessionsspinner kann für Menschen zur Belastung werden. Die Raupen tragen feine Brennhaare, die Juckreiz, Hautausschläge, Augenreizungen und Atemprobleme auslösen können. Die Haare können auch über die Luft verbreitet werden. Experten raten, die Tiere und ihre Nester nicht zu berühren.

dpa