Die Beratungsstellen für Diskriminierungen haben im vergangenen Jahr mehr Fälle registriert als ein Jahr zuvor. Wie das Sozialministerium mitteilte, wurden 2025 insgesamt 322 Diskriminierungsfälle erfasst. Ein Jahr zuvor seien es rund 50 Fälle weniger gewesen. „Diskriminierung ist Gift für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft“, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) zu den Zahlen. Der Großteil der Fälle hat der Auswertung zufolge rassistische Hintergründe.
Die steigenden Fallzahlen zeigten, dass immer mehr Menschen Unterstützung suchten, heißt es im gemeinsamen Bericht mehrerer Beratungsstellen. Zugleich machten sie deutlich, dass Diskriminierung und institutionelle Lücken in Sachsen-Anhalt weiterhin ein alltägliches und strukturelles Problem darstellten. Gleichzeitig wiesen die Beratungsstellen darauf hin, dass die Dunkelziffer deutlich höher liege.