Tarifverhandlungen
Mehr Geld für 1.300 Beschäftigte in der Backwarenbranche

Die Beschäftigten in Eisleben und Nordhausen erhalten mehr Geld. (Archivbild) Foto: picture alliance / Peter Endig/dpa-Zentralbi
Die Beschäftigten in Eisleben und Nordhausen erhalten mehr Geld. (Archivbild) Foto
© picture alliance / Peter Endig/dpa-Zentralbild/ZB
Nach langen Verhandlungen steigen die Löhne in der Backwarenbranche. Was der Abschluss für Beschäftigte in Eisleben und Nordhausen bedeutet.

Rund 1.300 Beschäftigte in der Backwarenherstellung in Sachsen-Anhalt und Thüringen erhalten mehr Geld. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Backwarenhersteller Aryzta haben sich bei Tarifverhandlungen darauf verständigt, dass die Gehälter ab April um 2,5 Prozent steigen, wie beide Seiten übereinstimmend mitteilen.

Im darauffolgenden Jahr gibt es zwei Erhöhungen für die Beschäftigten in Eisleben und Nordhausen: Zwei Prozent mehr Entgelt zum Jahresbeginn im Januar 2027 und weitere 1,5 Prozent zum Juli 2027. Der Tarifvertrag läuft bis 2028.

Tarifvertrag mit langer Laufzeit

"Das Unternehmen wollte für seine Planungssicherheit einen Tarifvertrag mit längerer Laufzeit. Wir erwarten, dass damit auch sichere Perspektiven für die Beschäftigten verbunden sind", erklärte NGG-Verhandlungsführer Olaf Klenke. Den Angaben zufolge wurden die Verhandlungen von der Drohung des Unternehmens begleitet, Jobs abzubauen oder gar Standorte zu schließen.

"Wir sind froh über diesen Tarifabschluss und die damit verbundene Planungssicherheit bis Ende März 2028", sagte eine Sprecherin von Aryzta. "Diese Einigung ist nicht nur ein wichtiges Signal für uns als Unternehmen. Vielmehr bietet es vor allem unseren Standorten in Eisleben und Nordhausen, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die notwendige langfristige Planungssicherheit sowie Stabilität."

dpa