Drittliga-Aufstiegsspiele
Lok setzt auf Auswärtsstärke - Seitz hofft auf Rückkehrer

Die Spieler von Lok Leipzig gehen nach dem Spiel zu ihren Fans. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
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© Hendrik Schmidt/dpa

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Lok Leipzig droht im Drittliga-Aufstiegsrennen erneut das Scheitern. Gegen Würzburg gelingt fast nichts. Was dem Trainer trotzdem Hoffnung macht.

Lok Leipzig setzt im Kampf um den Drittliga-Aufstieg auf einen Trumpf seiner Meister-Saison. „Wir waren nicht umsonst in der Regionalliga Nordost die stärkste Auswärtsmannschaft. Wir werden auch in Würzburg alles versuchen, dass wir vielleicht das Unmögliche noch wahr machen“, sagte Trainer Jochen Seitz nach dem 0:1 gegen die Würzburger Kickers.

Lok-Sportchef Toni Wachsmuth sieht ebenfalls noch Reserven: „Bei den Standards waren wir nicht so gefährlich. Ein Ein-Tore-Rückstand ist machbar für uns, wir haben schon andere Aufgaben gelöst“, meinte er mit Verweis auf die Auswärtssiege in Halle und Erfurt.

Lok kann nur noch gewinnen

Da die Unterfranken klar überlegen waren und durchaus höher hätten gewinnen können, könne Seitz mit dem 0:1 „durchaus leben“. Psychologisch sieht Seitz vor dem Rückspiel am Montag (18.30 Uhr/MagentaSport) sogar eine Chance: „Realistisch gesehen hat Würzburg den Vorteil. Aber Würzburg hat was zu verlieren, wir können nur noch gewinnen.“ Er wolle klug analysieren, „vielleicht auch den Spielaufbau ändern, um Würzburg etwas mehr zu ärgern“.

Zudem fordert er für das Rückspiel „mehr Durchschlagskraft und mutiger in den Zweikämpfen zu sein“. Eine Resthoffnung hat Seitz mit Blick auf die Verletztenliste, „dass der ein oder andere zurückkommt“. Bei Lok haben fünf Stammspieler gefehlt, „das ist dann in so einem Relegationsspiel auch ausschlaggebend“, meinte Seitz. 

Drittes Scheitern droht

Ohne deutliche Leistungssteigerung droht dem Nordost-Meister das dritte Aus in der Relegation in sechs Jahren. 2020 war gegen den SC Verl und im Vorjahr gegen den TSV Havelse der Sprung in Liga drei nicht gelungen. Nun könnte der Bayern-Vertreter die Rückkehr in den Profifußball nach 26 Jahren verhindern. 

Die Kickers zeigten sich enorm gefestigt, hatten klare Lufthoheit, waren in den Zweikämpfen präsenter und hatten auch im Umschaltspiel das viel höhere Tempo. Nach dem Treffer von Liam Omore (50. Minute) ließen sie jedoch viele hochkarätige Chancen liegen. 

Seit dem Trainer-Wechsel Mitte März von Marc Reitmaier auf Michael Schiele ging es stetig bergauf. Das Team ist seit 15 Pflichtspielen ungeschlagen. „Es weiß mittlerweile jeder, dass wir nicht nur eine gute Offensive haben, sondern auch eine richtig gute Defensive“, sagte Keeper Johann Hipper und betonte: „Lok war nicht schlecht, ich fand uns einfach sehr, sehr gut.“ Er sieht sein Team fürs Rückspiel gewappnet: „Wir haben so eine erfahrene Mannschaft, so viele Säulen in der Mannschaft.“

dpa