Sachsens Hochschulen haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als 1.100 Unternehmensgründungen hervorgebracht. Der überwiegende Teil der Start-ups habe dabei die "kritischen ersten fünf Jahre" überstanden, teilte das Staatsministerium für Wissenschaft in Dresden mit. 837 der Gründungen seit 2016 gehen dabei auf die vier sächsischen Universitäten zurück. 297 Start-ups entstanden bei den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, heißt es weiter. "Wir wollen Transfer von Forschungsergebnissen in sächsische Unternehmen genauso wie Unternehmensgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen intensivieren und weiter vorantreiben", sagte Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Dazu sehe der Koalitionsvertrag vor, den Wissenschaftseinrichtungen mehr Freiheiten bei der Beteiligung an Unternehmen einzuräumen.
555 Patentanmeldungen an sächsischen Hochschulen
Auch bei der Zahl der Patentanmeldungen waren sächsische Hochschulen zuletzt erfolgreich: Die TU Dresden hat im Jahr 2023 mehr Patente als jede andere deutsche Hochschule angemeldet, wie das Deutsche Patent- und Markenamt in München mitteilte. In den vergangenen vier Jahren war die Universität allein für 300 der insgesamt 555 Patentanmeldungen aller sächsischen Hochschulen verantwortlich, teilte das Wissenschaftsministerium zu Beginn des Monats mit. Die Zahl der Patentanmeldungen gelte als wichtiger Indikator für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Patente erhöhten zudem die Attraktivität von Start-ups für Risikokapitalgeber.