Das vorzeitige Erreichen des Viertelfinals in der Champions League sorgt bei Handball-Trainer Bennet Wiegert für ein wenig Entspannung. "Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Paris, seit klar ist, dass wir das Achtelfinale überspringen und Heimrecht im Rückspiel des Viertelfinales haben", sagte der 44-Jährige vor den Auswärtsspielen bei Paris Saint-Germain am Mittwoch (20.45 Uhr/Dyn) sowie in der Bundesliga beim Bergischen HC am Sonntag (16.30 Uhr/Dyn).
In der Königsklasse deutet nach der Heimniederlage gegen den FC Barcelona in der vergangenen Woche alles auf den zweiten Platz hinter den Katalanen hin, die sich die Tabellenführung im letzten Gruppenspiel gegen den abgeschlagenen HC Pellister aus Nordmazedonien nicht mehr nehmen lassen werden.
Zu viele Konstellationen für Gegner-Ermittlung
Trotzdem setzt Wiegert in der französischen Hauptstadt voll auf Sieg, um auch die rund 200 mitgereisten Fans glücklich zu machen. "Die Verantwortung spüren wir", sagte Wiegert, der auf zwei oder drei Spieler verzichten muss. Um welche es sich handelt, sagte er nicht.
Den Gegner im Viertelfinale nimmt der Trainer des Titelverteidigers, wie er kommt. Wiegert hatte schon vor zwei Spieltagen einige Kombinationen durchgespielt, doch "die Konstellationen waren so unübersichtlich, dass ich es gelassen habe".
Nur wenige Trainingsstunden für Belastungssteuerung
Um so fokussierter geht Wiegert die darauffolgende Bundesliga-Begegnung im Bergischen Land gegen den abstiegsbedrohten BHC an. "Für uns ist das Spiel vor der dann anstehenden Länderspielpause ganz wichtig, um unsere Ausgangsposition zu stärken", sagt Wiegert, der in den kommenden Wochen mit einem möglichen Leistungsloch innerhalb seiner Mannschaft rechnet.
Denn zu den bisher absolvierten 45 Vereinsspielen kommen für die meisten Profis noch die Partien in den jeweiligen Auswahlmannschaften hinzu. "Das kann im März und April zu etwas führen, dass wir jetzt noch nicht sehen können", sagt Wiegert, der die Belastung deshalb im Training steuern möchte, aber vor der Zwickmühle steht: "Denn so viele Trainings haben wir gar nicht."