Das erzgebirgische Kunsthandwerk wird auf der Messe "Christmasworld" in Frankfurt am Main seine Neuheiten für die nächste Weihnachtssaison vorstellen. Rund 20 herstellende Betriebe wollen sich auf der Fachmesse präsentieren, wie der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller mitteilt. Sie beginnt am Freitag (6. Februar). Neben neuen Produkten gehe es besonders um den Austausch mit Händlern.
"In der aktuell politisch aufgeladenen und durch Zollankündigungen bestimmten Zeit blickt die Branche gespannt auf den Austausch mit den amerikanischen Fachkunden", erläutert Verbandsgeschäftsführer Frederic Günther. Erste Rückmeldungen zum Weihnachtsgeschäft 2025 fielen positiv aus, doch gebe es regionale Unterschiede innerhalb der USA. Die Holzkunst aus dem Erzgebirge werde dort nicht nur in Fachgeschäften, sondern auch auf speziellen deutschen Weihnachtsmärkten angeboten. Ein Beispiel sei der Christkindlmarkt in Carmel im Bundesstaat Indiana.
US-Zölle treffen auch das Kunsthandwerk
Den Angaben zufolge macht der nordamerikanische Markt - inklusive Kanada - für das erzgebirgische Kunsthandwerk 10 bis 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Seit Ende August gelten allerdings auch für solche Produkte in den USA Zölle von 15 Prozent.
Insgesamt hat die Branche den Angaben nach in der vergangenen Weihnachtssaison Umsätze etwa auf Vorjahresniveau erzielt. Der Verband vertritt rund 50 Hersteller erzgebirgischer Holzkunst. Dazu gehört auch die Genossenschaft Dregeno Seiffen, in der sich etwa 130 Handwerksbetriebe zusammengeschlossen haben.
Die "Christmasworld" sieht sich als international führende Leitmesse für saisonale Dekoration und Festschmuck. Voriges Jahr zählte sie nach eigenen Angaben mehr als 660 Aussteller und fast 34.600 Besucher.