Start für Bauprojekt
Ein Dorf, drei Bundesstraßen: Spatenstich für Ortsumgehung

B2, B107, B183a - im 300-Seelen-Ort Wellaune treffen sich gleich drei Bundesstraßen. Eine Ortsumgehung soll Entlastung bringen.
B2, B107, B183a - im 300-Seelen-Ort Wellaune treffen sich gleich drei Bundesstraßen. Eine Ortsumgehung soll Entlastung bringen. (Archivbild) Foto
© Jan Woitas/dpa
Drei Bundesstraßen, 11.000 Fahrzeuge täglich: In Wellaune startet der langersehnte Bau einer Ortsumgehung. Sie soll Entlastung bringen. Im Vorfeld hatten Archäologen zahlreiche Entdeckungen gemacht.

Die rund 300 Bewohner des Dorfs Wellaune sind leidgeprüft: In dem kleinen Ortsteil von Bad Düben im Kreis Nordsachsen treffen sich gleich drei Bundesstraßen. Mit einem Spatenstich sind nun offiziell die Bauarbeiten für eine langersehnte Ortsumgehung gestartet. "Wir schaffen eine spürbare Entlastung für die Menschen in Wellaune", sagte Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, vor Ort. 

Rund 11.000 Fahrzeuge - zehn Prozent davon Lastwagen - sind nach Angaben des sächsischen Infrastrukturministeriums täglich auf der B2, B107 und B183a durch Wellaune unterwegs. Ab Dezember 2027 sollen sie voraussichtlich auf einer neuen Verkehrstrasse fahren, für die der Bund 14 Millionen Euro investiert.

Bereits seit August 2024 laufen die Vorbereitungen - darunter umfangreiche archäologische Ausgrabungen, die nach wie vor andauern. Experten des Landesamtes für Archäologie fanden dabei eine mehr als 3.000 Jahre alte Siedlung aus der Bronzezeit. Bis Ende März seien rund 1.900 Objekte in "beispiellosem Zustand" gefunden worden, sagte die zuständige Referatsleiterin Saskia Kretschmer.

dpa