Landesverzeichnis
Fünf weitere Traditionen werden immaterielles Kulturerbe

Wasungen ist Beispiel für die ostdeutsche Faschingstradition, die in das Landesverzeichnis immaterielles Kulturerbe aufgenommen
Wasungen ist Beispiel für die ostdeutsche Faschingstradition, die in das Landesverzeichnis immaterielles Kulturerbe aufgenommen wird. (Archivbild) Foto
© Michael Reichel/dpa

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Kulturerbe besteht nicht nur aus Museen, Schlössern oder Theatern. Auch lange gepflegte und für bestimmte Regionen typische Traditionen gehören dazu.

Das Landesverzeichnis mit regional bedeutsamen Thüringer Kulturformen erhält Zuwachs. Fünf Kulturtraditionen von Volksmusik bis Fasching werden am Donnerstag offiziell neu aufgenommen, wie das Kulturministerium mitteilte. Neuzugänge sind neben dem Brauch, das Rennsteiglied von Herbert Roth zu singen, die ostdeutsche Karnevals-, Faschings- und Fastnachtstraditionen und die traditionelle Handwerkskunst zum Bau und zur Instandhaltung von Dampflokomotiven. Auch das Eisfelder Kuhschwanzfest, dessen Wurzeln ins 17. Jahrhundert zurückreichen, und die Schleusinger Abitaufe für erfolgreiche Abiturienten erhalten die Auszeichnung.

Thüringen führt seit 2022 ein Landesverzeichnis immateriellen Kulturerbes. Mit den Neuaufnahmen wächst es auf 25 kulturelle Traditionen und Bräuchen. Vertreten sind auch jene Traditionen, die im Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes stehen, etwa die Palmsonntagsprozession in Heiligenstadt, der Eisenacher Sommergewinn, das Skatspiel aus Altenburg und die Kindergartenidee nach Friedrich Fröbel.

Die Aufnahme in die Verzeichnisse gilt als Wertschätzung und Anerkennung für das überlieferte Wissen und Können, ein Preisgeld ist damit nicht verbunden.

dpa