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"Die Suche nach dem guten Tod" – Folge 6 Johanna Klug bringt den Tod mitten ins Leben – und zieht das Schönste draus. Sie begleitet Menschen beim Sterben

Podcast "Die Suche nach dem guten Tod"
Folge 6 des stern-Podcasts "Die Suche nach dem guten Tod": "Viel zu jung"
© Arno Burgi / DPA / Picture Alliance
Wie sieht der perfekte Tod aus? Für Sterbebegleiterin Johanna Klug gibt es darauf keine allgemeingültige Antwort. Aber sie lernt von Sterbenden, wie wertvoll das Leben ist. Und dass der Tod zum Leben gehört. Folge 6 des stern-Podcasts "Die Suche nach dem guten Tod".

"Ich will Sterbende begleiten." Das sagt Johanna Klug mit 20. Der Tod ist für sie damals schon fast alltäglich. Während ihre Freunde Party machen, verbringt Johanna Klug ihre Jugend im Altenheim. Sie hat das Sterben noch nie in Frage gestellt.

Jetzt ist Johanna Klug Sterbebegleitern. Sie bringt den Tod mitten ins Leben – und zieht das Schönste daraus. Wie sieht das perfekte Sterben aus? Darauf hat sie bis heute keine Antwort. Aber sie meint: "Wir haben ein Problem damit, den Tod als Teil des Lebens zu nehmen." Und: "Das Sterben ist doch so normal. Wir haben es so unnormal werden lassen."

Auch für Yvonne Mehne und ihre Tochter Sarah gehört der Tod zum Leben. Die 14-Jährige wird früher sterben als ihre Altersgenossinnen und -genossen, viel früher. Sarah hat Kinderdemenz, eine seltene, stark lebensverkürzende Krankheit. Sie weiß nicht, dass sie sterben wird. Das Mädchen hat noch viel vor, schmiedet immer wieder große Zukunftspläne, erzählt Sarahs Mutter.

Mehr zu Sterbebegleiterin Johanna Klug lesen Sie hier.

In der neuen Folge des stern-Podcasts "Die Suche nach dem guten Tod" erfährt Host Lukas Sam Schreiber von Sterbehelferin Johanna, wie viel man von Sterbenden für das Leben lernt – und wie man sich auf den Tod vorbereiten kann.

Folge 6 des Podcasts "Die Suche nach dem guten Tod"

Über den Podcast: "Die Suche nach dem guten Tod" ist eine siebenteilige Doku über die Rolle des Todes in unserem Leben und der Frage, wie wir sterben wollen. Lukas Sam Schreiber sucht nach Antworten für seine an Demenz erkrankte Mutter und findet sie in Gesprächen mit Menschen, die dem Tod am nächsten sind.

Web-App "Der letzte Tag"

Diese Episode wird von der Körber-Stiftung unterstützt. Die Stiftung möchte den Themen Sterben und Tod das Tabu nehmen und ermutigen, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Dazu hat sie die Web-App "Der letzte Tag" entwickelt. Was wäre, wenn heute der letzte Tag Ihres Lebens wäre? Was möchten Sie noch erleben? Wen möchten Sie treffen? Auf derletztetag.de können Sie Ihren fiktiven letzten Tag planen und Ihre Gedanken teilen – und so herausfinden, was im Leben wirklich wichtig ist.

"Die Suche nach dem guten Tod" erscheint jeden Donnerstag bei stern.de sowie bei AudioNow, Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Hier erfahren Sie in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie Podcasts hören und abonnieren können.

Rat und Hilfe

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter (0800) 1110111 und (0800) 1110222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich.  Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.


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