Der Kassenbereich im Supermarkt – hier treffen täglich Hunderte Kunden auf gestresste Kassiererinnen und Kassierer. Sehr unterschiedliche Kunden. Und manch einer fragt sich gelegentlich: Welche Verhaltensweisen machen einen in den Augen des Kassenpersonals eigentlich zu einem „guten“ oder „schlechten“ Einkäufer? Wie kann man den Mitarbeitern des Supermarkts den Arbeitsalltag leichter und angenehmer machen?
Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) weiß, was die häufigsten Beschwerdepunkte des Kassenpersonals sind. Ein zentraler Punkt: „Man sollte nicht erst beim Kassieren überlegen, wie man bezahlen möchte“, so der Verband. Viele Kunden beginnen erst an der Kasse damit, nach der Geldbörse, Karte oder ihrem Smartphone zu suchen. Für das Personal bedeutet das unnötige Wartezeit und deshalb mehr Stress im gesamten Ablauf. Es ist deshalb ein Zeichen von Respekt gegenüber Personal und anderen Kunden, die in der Schlange warten, sein Zahlungsmittel bereits vor dem Scannen bereitzuhalten.
Kassierer wünschen sich: Mitdenken, rücksichtsvoll sein
Ein weiterer häufig genannter Kritikpunkt ist das Verhalten am Kassenband. Viele Kunden verzichten auf den Warentrenner – weil sie es für unnötig oder „spießig“ halten. Doch so wird für das Kassenpersonal unklar, welche Produkte zu welchem Einkauf gehören. Das führt nicht nur zu völlig vermeidbaren Missverständnissen, sondern auch zu zusätzlichem Aufwand für die Kassierer, die nachfragen oder im schlimmsten Fall Waren zurückbuchen müssen. Gerade in Stoßzeiten kann das für Unmut sorgen.
Immer wieder kommt es auch vor, dass Flaschen ungünstig auf dem Kassenband platziert werden. Sie rollen weg, oder kippen um. Besonders Glasflaschen sollten deshalb nicht stehend, sondern liegend und längs, also in Laufrichtung des Kassenbandes, platziert werden.
Auch Kassierer sind nur Menschen
Zudem spielt auch der respektvolle Umgang eine Rolle. Ein „Hallo“ und ein „Danke“ können schon viel ausmachen. Als extrem unhöflich wird es betrachtet, wenn ein Kunde während des Bezahlens mit dem Handy telefoniert und den Kassierer gar nicht als menschliches Gegenüber wahrnimmt. Ein kurzer Small Talk ist auch oft willkommen – doch hier sollte man im Blick haben, wie lang die Schlange hinter einem ist. Sobald Gespräche mit dem Kassenpersonal den Ablauf verzögern, ist das nicht mehr freundlich, sondern egoistisch.