Winterwetter forever? Richtig ist: Wir Hamburger verfluchen die Dauerkälte. Dass wir unser Frühstücksei inzwischen mit Streusalz essen, ist hingegen nur ein Gerücht.
Hamburg steckt im Dauerwinter. Wieder Schnee. Eis. Glätte. Und natürlich: die innere Kälte. Das nervt. Ebenso nervend sind die vielen, teils bizarren Falschmeldungen über den Hamburger Winter.
Winterwetter ohne Ende – klar, dass da viel Unsinn in der Stadt kursiert
Höchste Zeit, die Bevölkerung aufzuklären. Welche Meldungen sind falsch? Und welche stimmen? Wir haben den Überblick.
- Richtig ist, dass es die Erderwärmung gibt. Falsch ist die Behauptung, dass es sie auch in Hamburg gibt. Man spürt sie zumindest nicht.
- Völlig aus der Luft gegriffen ist, dass es ein Volksbegehren gibt, wonach der Hamburger Stadtteil Winterhude Ende Februar in Frühlingshude umbenannt werden soll.
- Ebenfalls unzutreffend ist die Meldung, wonach sich der bekannte deutsche Entertainer Joko Winterscheidt aus Solidarität nur noch Joko Winterleid nennen lässt.
- Geradezu absurd falsch ist das Gerücht, wonach Hamburger ihr Frühstücksei inzwischen am liebsten mit Streusalz essen.
- Richtig ist hingegen, dass der Hamburger die Schnauze inzwischen gestrichen voll hat – und zwar von Pappschnee, Pulverschnee, Schneegriesel, Schneeregen, Schneematsch, Eis, Eisregen, Glatteis, Matscheis, Eismatsch und überfrierender Nässe.
- Zutreffend ist, dass die seit Langem stabile Wetterlage über Hamburg und dem Norden Deutschlands von Meteorologen als „Omega-Lage“ bezeichnet wird.
- Falsch hingegen ist, dass der Name „Omega“ davon herrührt, dass Hamburger fröhlich rufen. „O mega, endlich wieder Schnee!“
- Auf Falschmeldungen unbekannter Herkunft beruht das Gerücht, dass sich Hamburg für die Olympischen Winterspiele bewerben möchte.
- Auch die Umgestaltung der Elbtower-Bauruine von Pleitier René Benko in eine Skisprungschanze wurde bisher nicht beschlossen.
- Vermutlich bekamen die Investoren in letzter Sekunde kalte Füße – so wie seit gefühlten Ewigkeiten gerade alle Hamburger kalte Füße haben.
- Ebenso unzutreffend ist eine freche Behauptung, wonach das dauerhafte Wohnen in Hamburger Saunen ein sinnvoller Weg sei, um Heizkosten zu sparen.
- Ein generelles Aufführungsverbot für Franz Schuberts „Winterreise“ in der Elbphilharmonie hat es nie gegeben.
- Richtig ist hingegen, dass die Werke folgender Kulturschaffender in Hamburg derzeit praktisch unverkäuflich sind: Leon de Winter, Daniel Glattauer, Whitesnake.
- Als zutreffend gilt ebenfalls, dass die Begeisterung in Hamburger Kitas stark nachgelassen hat, mit den lieben Kleinen „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ zu singen oder aus dem blöden Märchen mit den sieben Zwergen vorzulesen.
- Nur ein Gerücht ist aber, dass Hamburger Wortneuschöpfungen wie „Verdammtekälte“ oder „Endloserdreckswinter“ in den Duden aufgenommen werden sollen.
- Auch „Leckmichameiszapfen“ wird wohl eher nicht berücksichtigt werden.
- Und nein, es gibt schlicht keinen Gesetzesentwurf in Hamburg, wonach ab sofort nur noch die Benutzung allradgetriebener SUVs zulässig ist.
- Richtig hingegen ist: Diesen Eindruck kann man gewinnen.