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Lastenrad, Fahrradsitz oder -anhänger ADAC testet Fahrrad-Lastsysteme: Hier droht Kindern die größte Gefahr

Sehen Sie im Video: ADAC testet Lastenräder und Fahrradanhänger – wo ist die Gefahr für Kinder am höchsten?




Es sind erschreckende Bilder. Der ADAC hat unterschiedliche Lastenräder und Fahrradanhänger auf ihre Verkehrssicherheit getestet. Gefährlich wird es vor allem, wenn Kinder transportiert werden. 
Immer mehr Menschen nutzen Fahrräder nicht nur, um eine Radtour zu machen, sondern auch, um Lasten von A nach B zubringen oder Kinder zur Kita zu fahren.
Das Angebot an Lastenfahrrädern ist groß – ein oder zweispurige Fahrräder sind vor allem in Großstädten im Trend, aber auch der altbekannte Fahrradanhänger erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. 
Doch wie sicher sind die neuen und alten Systeme im Straßenverkehr?
Der ADAC hat verschiedene Modelle getestet.
Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass es nicht die eine perfekte Fahrrad-Transportlösung gibt.
Jedes einzelne System hat Vorzüge, doch in punkto Sicherheit gilt für alle eins: Nachholbedarf!
In dem Horrorszenario, das der ADAC in seiner Crashtest-Halle nachgestellt hat, ist das Auto mit 30 km/h und in einem Winkel von 45 Grad auf die unterschiedlichen Fahrräder aufgeprallt. 
Getestet wurden fünf verschiedene Systeme jeweils mit einem erwachsenen Dummy und zwei Kinderdummies.
Beide Fahrräder mit Transportbox kippten in Folge des Aufpralles um. Verheerend, denn durch die glatte Oberfläche der Box rutschten diese deutlich weiter als andere Systeme – im schlimmsten Falle gerieten sie so in den Gegenverkehr.
Bei dem Modell „Long John“ zeigte sich eine weitere Gefahrenquelle, die Sicherheitsgurte sind an der klappbaren Sitzbank befestigt. Bei einem Aufprall wird diese Sitzbank aus der Verankerung gerissen und somit geht die Rückhaltefunktion des Gurtes verloren. 
Etwas mehr Sicherheit gegenüber den anderen Systemen bieten das Lastenfahrrad „Backpacker“ durch eine erhöhte Sitzposition und der Fahrradanhänger durch die geschlossene Bauweise.
Am schlechtesten schnitt der „Nachläufer“ ab. Im Test war das Kind dem vollen Aufpralls des Autos ausgeliefert. Hüfte und Beine werden direkt getroffen, im schlimmsten Falle schlägt der Kopf des Kindes auf dem Asphalt auf.
Zusammenfassend ist zu sagen, jedes einzelne der getesteten Fahrräder bietet Vor- und Nachteile.
Wer hohe Sicherheit für seine Kinder möchte, ist mit dem Modell „Backpacker“ und dem „gefederten Fahrradanhänger“ gut bedient.
Für längere Fahrradtouren und gelegentliche Einkäufe eignet sich das einspurige Lastenrad „Long John“ am besten.
Ein Autoersatz ist das zweispurige Lastenfahrrad. Hier können zwei Kinder oder auch mal schwere Einkaufstüten bequem transportiert werden.
Der Nachläufer ist die richtige Wahl, wenn meist nur ein Kind transportiert werden muss und um Kinder bei Bergauffahrten schnell am Zug-Fahrrad zu montieren.
Egal, für welches System sich Eltern entscheiden, sie sollten darauf achten, dass Kinder immer durch einen Fahrradhelm geschützt sind.
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Immer mehr Menschen nutzen Fahrräder nicht nur, um eine Radtour zu machen, sondern auch um Lasten von A nach B zubringen oder Kinder zur Kita zufahren. Doch wie sicher sind die neuen und alten Systeme im Straßenverkehr?

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