Allergiker Im Autoverkehr gefährdet


Medikamente gegen Allergien machen häufig müde. Heuschnupfen-Patienten hinter dem Steuer haben daher ein um 30 Prozent erhöhtes Unfallrisiko.

Mit der wärmeren Jahreszeit hat für rund zehn Millionen Menschen in Deutschland wieder eine Leidenszeit begonnen: Der Heuschnupfen setzt ihnen zu. Medikamente gegen die Allergie machen häufig müde. "Fürs Autofahrer ist dies gefährlich", warnt der ADAC. Nach Angaben der deutschen Haut- und Allergiehilfe weisen Allergiker ein bis zu 30 Prozent höheres Unfallrisiko auf.

Der Autoclub empfiehlt den geplagten Allergikern, Medikamente zu nehmen, deren Wirkstoffe nicht müde machen. Die Auswahl des Mittels sollte dem Arzt überlassen werden. Bei starken allergischen Reaktionen sei es am besten, nicht Auto zu fahren oder sofort anzuhalten.

Pollenfilter, Klimaanlage und Sonnenbrille helfen

"Für Autoinsassen gilt: Schotten dicht!", sagt der ADAC. Allergikern wird empfohlen, die Fenster und das Schiebedach beim Fahren immer geschlossen zu halten und auch die Lüftung auszuschalten. Vorteilhaft sei es, einen Pollenfilter, besser noch einen Kombifilter mit Aktivkohle zu verwenden, da dieser neben Pollen, Ruß und Staub auch Abgase vom Innenraum fern halte. Allerdings sollte der Filter regelmäßig gewechselt werden.

Die Filtereinsätze sind im Fachhandel erhältlich. "Wer sein Auto regelmäßig in der Wartung hat, kann davon ausgehen, dass die Filterleistung ausreichend ist, weil die Inspektionsvorgabe einen regelmäßigen Wechsel enthält", erläutern die ADAC-Experten. Generell wird empfohlen, den Filter einmal im Jahr auszutauschen.

Außerdem sollte der Fahrer eine Sonnenbrille aufsetzen, die die Augen entlaste. Hilfreich sei es auch, die Klimaanlage auf kühl zu stellen, da die Beschwerden dann leichter zu ertragen seien.

AP


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