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Bluthochdruck: Kaffee unter falschem Verdacht

Jahrelang glaubten Mediziner, dass Kaffee den Blutdruck hochtreibt. Jetzt haben Forscher nachgewiesen, dass dieser Zusammenhang nicht besteht. Anders sieht es bei Cola aus.

Regelmäßiges Kaffeetrinken erhöht bei Frauen offenbar nicht den Blutdruck. Das ist das Ergebnis einer Studie, bei der Forscher der Harvard School of Public Health in Boston gesundheitliche Daten von mehr als 150.000 amerikanischen Frauen über einen Zeitraum von zwölf Jahren ausgewertet haben. "Dabei fanden wir starke Beweise, um die Spekulation zu widerlegen, dass Kaffeekonsum mit einem erhöhten Bluthochdruck bei Frauen einhergeht", schreibt das Team um Wolfgang C. Winkelmayer im Fachmagazin "Journal of the American Medical Association". Daten von Männern wurden nicht untersucht.

Früher hatte man geglaubt, dass Kaffee Bluthochdruck auslöst, denn kurzfristig lassen koffeinhaltige Getränke den Blutdruck steigen. Auf lange Sicht erwies sich der Kaffeekonsum aber als ungefährlich.

Womöglich senkt Kaffee den Blutdruck sogar: Die Frauen, die vier oder mehr Tassen pro Tag tranken, litten in der Folge tendenziell seltener an hohem Blutdruck. Die Forscher vermuten, dass die im Kaffee enthaltenen Antioxidanzien diesen Effekt auslösen.

Cola treibt den Blutdruck hoch

Bei Cola hingegen - egal ob light oder nicht - wiesen die Forscher durchaus einen Zusammenhang zwischen Konsum und Bluthochdruck nach. Möglicherweise sei es dabei nicht das Koffein, das diese Wirkung habe, sondern ein anderer Bestandteil des Getränks, spekulieren die Wissenschaftler. Bluthochdruck ist ein Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten.

DPA/aun / DPA
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