Gehirnentwicklung Frühgeborene haben schlechtere Schulnoten


Laut einer britischen Studie bringen früh geborene Kinder die schlechteren Zeugnisse nach Hause. Ein Zusammenhang zwischen der frühen Geburt und der Entwicklung des Gehirns ist denkbar.

Frühgeborene haben einer britischen Studie zufolge im Durchschnitt schlechtere Schulzeugnisse als normalgewichtige Säuglinge. Die Forscher der Universität Liverpool hatten für ihre am Dienstag in britischen Medien veröffentlichte Untersuchung die Schulnoten von 16-Jährigen verglichen. Die Hälfte der 334 Prüflingen waren mit einem Gewicht von 1500 Gramm oder weniger zur Welt gekommen.

Dennoch möchte Professor Peter Pharoah, der die Studie leitete, aus den Ergebnissen keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Er stellte nach den Angaben klar, dass viele Frühgeborene trotz ihres Untergewichts beim Start ins Leben später eine akademische Karriere machten.

Auch andere Ursachen für Entwicklung des Gehirns denkbar

Pharoah sieht einen möglichen Zusammenhang zwischen der frühen Geburt und der Entwicklung des Gehirns, möchte aber auch andere Ursachen nicht ausschließen. "Mehr und mehr dieser Kinder überleben mit Hilfe verbesserter Versorgung, aber wir müssen auch überlegen, was die Frühchen für den besten Start ins Leben außerdem noch benötigen", sagte der Forscher. Die Studie wurde in der Zeitschrift "Archives of Disease in Childhood" veröffentlicht.

In Schulnoten ausgedrückt differierten die Ergebnisse der Prüflinge bei der Untersuchung um eine halbe Note in jedem Schulfach. Nur in Geographie und Geschichte erzielten die beiden Gruppen das gleiche Ergebnis. In die Studie waren auch soziale Faktoren wie die Ausbildung der Eltern und die Kinderzahl der Familie berücksichtigt worden.


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