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Stern Logo Ratgeber Kinderkrankheiten - Therapie

Alles muss raus!

Bei Husten handelt es sich um einen sinnvollen Reflex: Er befreit die Bronchien und die Lunge vom Schleim. Säfte, die den Husten stillen sollen, sind oft falsche Mittel.

Was nach oben kommt, kann Ihr Kind ruhig schlucken - dem Magen schadet's nicht

Was nach oben kommt, kann Ihr Kind ruhig schlucken - dem Magen schadet's nicht

Röchelt und krächzt Ihr Kind sich die Seele aus dem Leib, hört sich das beängstigend an. Aber das Husten gehört zu einem sinnvollen Mechanismus, um Dinge aus den Atemwegen herauszuschleudern: So kommt der Brotkrümel wieder aus der Luftröhre und der Rauch des Gartengrills aus der Lunge.

Dasselbe passiert auch, wenn sich Schleim in den Atemwegen gesammelt hat: Der Husten treibt die glibberige Masse nach oben - bis sie ausgespuckt oder geschluckt wird. Den Schleim bildet das Immunsystem bei Krankheiten. So schützt der Körper sich vor den krankmachenden Übeltätern, die die Entzündung verursacht haben und befördert sie hinaus.

Hustet Ihr Kind länger, hat es vielleicht eine Bronchitis, entzündete Lungenäste. Oder womöglich ist die ganze Lunge entzündet. Sie sollten bei diesem Verdacht zum Arzt gehen.

Sie können Ihrem Kind mit einfachen Mitteln helfen: Sorgen Sie dafür, dass es viel trinkt, das verflüssigt den Schleim. Das Einatmen von Wasserdampf unter einem Handtuch hat denselben Effekt: Flüssiger Schleim findet schneller seinen Weg aus der Lunge.

Säfte, die den Husten stillen, sind hingegen gar nicht geeignet. Sie unterdrücken den gesunden Reflex. Infolgedessen bleibt der Schleim in der Lunge, die Entzündung wird länger dauern.

Ira Panic / Annette Bolz

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