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Wohlbefinden: Heute schon gestrickt? Kreative Hobbys machen uns glücklich

Kreativ sein tut unserer Psyche gut, zeigt eine kleine Studie. Höchste Zeit also, die Stricknadeln rauszuholen. Oder die Pinsel. Oder die Briefmarkensammlung.

Eine junge Frau strickt.

Oma wusste es schon immer: Stricken tut einfach gut.

Der Arbeitstag war lang, vollgepackt mit Terminen, und nichts wollte so richtig gelingen? Verständlich, wenn man sich nach einem solchen Tag einfach nur auf die Couch legen möchte. Beine hoch. Hirn aus.

Die Wissenschaft gibt unserem Wunsch nach Entspannung Recht: Experten empfehlen bereits seit längerem, dem Körper auch mal Ruhepausen zu gönnen. Ihre Botschaft: Ab und zu Mal nichts tun ist für die Gesundheit des Gehirns unglaublich wichtig – insbesondere dann, wenn die Pflichten des Alltags einen zu erdrücken drohen, und der Stress nicht abreißt.

Einer kleinen Studie zufolge gibt es jedoch noch ein anderes Mittel, unser Wohlbefinden zu fördern. Und das sind so unscheinbare Hobbys wie Stricken. Oder Häkeln. Oder Blockflöte spielen. Es mag überraschend klingen, doch schon kleine kreative Beschäftigungen helfen uns dabei, langfristig etwas zufriedener zu leben.


Kreativ sein – ein Mittel für mehr Wohlbefinden

Wissenschaftler aus den USA und Neuseeland baten 658 Freiwillige, ein Tagebuch zu führen. Für die Dauer von 13 Tagen sollten sie aufschreiben, wie sie sich im Laufe des Tages gefühlt hatten und welchen kreativen Tätigkeiten sie nachgegangen waren. Zusätzlich füllten die Teilnehmer täglich einen Fragebogen aus. Darin gaben sie an, wie sehr sie mit allgemeinen Aussagen wie dieser übereinstimmten: "Heute bin ich meinen Aufgaben interessiert und engagiert nachgegangen".

Die Auswertung der Einträge zeigte: Je länger die Studienteilnehmer kreativen Tätigkeiten nachgegangen waren, umso zufriedener fühlten sie sich am darauffolgenden Tag. Für den Umkehrschluss fanden die Wissenschaftler dagegen keinen Zusammenhang – also dass ein erhöhtes Wohlbefinden zu mehr Kreativität führte. "Diese Ergebnisse stützen die These, dass tägliche Kreativität ein Mittel sein kann, für das Wohlergehen unserer Psyche zu sorgen", schreiben die Forscher im Fachblatt "The Journal of Positive Psychology".

Hier geben wir Ihnen zehn Tipps mit auf den Weg, wie Sie mit nur wenig Aufwand dem Alltagsstress entsagen können:

  • Weihnachtsschmuck für den Tannenbaum selbst basteln
  • Kissen besticken
  • Mützen und Schals stricken
  • Ein Musikinstrument lernen
  • Neue Gerichte ausprobieren und die Familie damit überraschen (Haben Sie schon einmal Ceviche gekocht oder Glasnudelsalat?)
  • Töpfern
  • Plätzchen backen und verzieren
  • Porträts zeichnen
  • Aquarelle malen und anschließend zu Weihnachten verschenken
  • Kreuzworträtsel und Sudokus lösen



ikr
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