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Schwere Sicherheitsmängel: Jede zweite "mangelhaft": Stiftung Warentest warnt vor diesen Kindermatratzen

Stiftung Warentest hat Kindermatratzen getestet - mit verheerendem Ergebnis: Jede zweite ist so weich, dass Kleinkinder im schlimmsten Fall ersticken können.

Ein Baby liegt im Bett und schreit

Stiftung Warentest warnt vor Sicherheitsmängeln bei Matratzen für Babys und Kinder

Getty Images

Kindermatratzen haben ein wichtiges Kriterium zu erfüllen: Sie müssen sicher sein. Sind Matratzen für Babys zu weich, droht Kindern im schlimmsten Fall der Erstickungstod. Kleinkinder sind in den ersten Lebensmonaten nicht in der Lage, den Kopf anzuheben. Wenn sie sich im Bett drehen und Mund und Nase gleichzeitig blockiert sind, können sie nicht auf einen Sauerstoffmangel reagieren.

Stiftung Warentest hat Kindermatratzen auf eben jenes Kriterium hin überprüft - und zieht ein erschreckendes Fazit: Jede zweite Schlafunterlage im Test ist zu weich und kassiert ein "Mangelhaft". Die Matratzen seien für Kleinkinder, die jünger als ein Jahr sind, nicht geeignet, erklärt Warentest. Mit Preisen von 110 bis 179 Euro sind die mangelhaften Matratzen zudem keine Billigprodukte, stellen eigentlich Qualität in Aussicht. Ein Trugschluss, urteilt Warentest.

Für den Test benutzten die Prüfer die Sicherheitsnorm für Kindermatratzen (Din EN 16890), die seit Herbst 2017 gültig ist. Herzstück dieses Verfahrens ist der sogenannte Kugeltest. Mit ihm wird die Härte einer Matratze bestimmt, die Kugel simuliert dabei das Einsinken des Babykopfes. Sackt die Kugel zu tief ab, ist die Matratze zu weich.

Kindermatratzen im Test: Stiftung Warentest warnt vor Sicherheitsmängeln

Im Test fielen sieben der 14 Kindermatratzen bei der entscheidenden Kugelprüfung durch. Außerdem urteilten die Tester über die Haltbarkeit der Unterlagen und die Liegeeigenschaften und prüften, wie leicht sie zu handhaben sind.

Zwei der als "Mangelhaft" bewerteten Matratzen stammen vom Hersteller Julius Zöller. Auf Anfrage verweist das Unternehmen auf seinen Kundenservice. Ähnlich verfährt Hersteller Träumeland.

Die Anbieter Pinolino und Waschbär haben bereits reagiert und die Problem-Matratzen vom Markt genommen. Bereits gekaufte Modelle werden zurückgenommen und der Kaufpreis ersetzt. Hersteller MFO tauscht ebenfalls Matratzen, allerdings nur solche, die ab August 2017 verkauft worden sind. Ein weiteres Unternehmen sieht von einer Rücknahme ab und verweist auf eine bereits verbesserte Stauchhärte. 

Den vollständigen Prüfbericht mit allen getesteten Kindermatratzen und den Testsiegern können Sie hier gegen Gebühr einsehen.

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ikr