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Gesunde Zähne: Stiftung Warentest prüft elektrische Zahnbürsten: Eine Bürste für acht Euro putzt "sehr gut"

Stiftung Warentest hat elektrische Zahnbürsten getestet und zeigt: Gute Bürsten gibt es schon für wenig Geld. Ein Produkt vom Discounter überrascht mit sehr guter Putzleistung - hat aber zwei große Nachteile.

Elektrische Zahnbürste Stiftung Warentest: Eine Frau putzt Zähne

Stiftung Warentest hat elf elektrische Zahnbürsten unter die Lupe genommen. Neben der Zahnreinigung wurde geprüft, wie gut die Bürsten in der Handhabung sind.

Wie gut putzen elektrische Zahnbürsten? Jedenfalls besser als Handzahnbürsten. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der angesehenen Cochrane Collaboration im Jahr 2014 als sie die zwei Produkte gegeneinander antreten ließen. Menschen, die elektrische Helfer benutzen, entfernen demnach nicht nur bakteriellen Zahnbelag, sogenannten Plaque, effektiver. Sie senken gleichzeitig ihr Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches.

Wer sich für eine elektrische Bürste entscheidet, hat beim Kauf die Qual der Wahl: Es gibt zig unterschiedliche Modelle auf dem Markt – preislich sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Stiftung Warentest hat in seiner neuesten Ausgabe elf besonders günstige Helfer unter die Lupe genommen und zeigt: Für gute Qualität muss man nicht tief in die Tasche greifen. Die Preise der Bürsten liegen zwischen acht und 100 Euro.

Die gute Nachricht vorweg: Der Großteil der Bürsten reinigt gut und ist leicht zu handhaben. Ausreißer nach unten gibt es keine: Neun der elf Bürsten im Test schneiden gut ab, zwei sind immerhin noch befriedigend.

Schallbürsten oder rotierender Kopf?

Testsieger mit knappem Vorsprung ist die Oral-B Pro 900 von Braun (Testergebnis 1,9). Sie kostet 95 Euro und besitzt einen oszillierend-rotierenden Bürstenkopf, der zusätzlich pulsiert. Vier Bürsten im Test nutzen eine andere Technologie: Sie reinigen mit Schall. Doch welche Technik putzt besser? "Was diese Frage angeht, konnten unsere Prüfer wie schon im vorigen Test keine eindeutigen Vorteile der einen oder der anderen Methode feststellen", heißt es in der aktuellen Ausgabe.

Preisbewusste Menschen bekommen gute Qualität auch für deutlich weniger Geld. Die rotierenden Zahnbürsten von dm (Dontodent) und Budnikowski (Budnident) kosten 16 Euro und schneiden ebenfalls gut ab. Sie bieten zwei Putzeinstellungen - einen Reinigungs- und einen Sensitivmodus - und eine Druckkontrolle, die leuchtet, wenn mit zu viel Kraft geputzt wird. Eine solche Kontrolle liefert nicht einmal der Testsieger - obwohl er rund das Sechsfache kostet.

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Gute Bürste für acht Euro

Wer noch weniger Geld ausgeben will, sollte die Prospekte aus dem Hause Lidl im Blick behalten. Die Nevadent war Anfang des Jahres als Aktionsware zu kaufen, kostete damals acht Euro und schneidet bei Warentest ebenfalls "gut" ab. Als einzige Bürste im Test schafft sie sogar ein "sehr gut" bei der Zahnreinigung.

Die Bürste hat aber zwei große Nachteile: Sie ist aktuell nicht im Handel verfügbar - und als einziges Gerät im Test batteriebetrieben. Warentest wertet das zwar eher als Vorteil, schließlich könnten wiederaufladbare Batterien verwendet werden und die Bürste hätte damit austauschbare Akkus. Doch im Dauerbetrieb zuhause dürfte sich das Ein- und Ausbauen schnell als lästig erweisen. Einzig für Reisen könnte der Batteriebetrieb sinnvoll sein. Ersatzbatterien sind fast überall zu kaufen.

Den vollständigen Test gibt es gegen Gebühr hier

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ikr

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