Ein Bart wächst leider nicht in der Form, in der man ihn gern tragen würde. Selbst wer nur einen Schnurrbart stehen lässt oder Wangen und Hals möglichst kurz hält, muss regelmäßig nacharbeiten. Schon nach wenigen Tagen geraten Konturen aus der Form, einzelne Haare stehen ab und beim Schnurrbart stellt sich eines Tages die ganz praktische Frage, wie lange man noch warten möchte, bis die ersten Haare beim Essen stören.
Ein guter Barttrimmer soll diese Arbeit möglichst schnell und unkompliziert erledigen. Doch die Unterschiede zwischen den Geräten sind größer, als es die auf den ersten Blick ähnliche Bauweise vermuten lässt. Manche Trimmer bieten Dutzende Schnittlängen in winzigen Abstufungen, andere setzen auf wenige verstellbare Kammaufsätze. Es gibt Modelle mit einer Akkulaufzeit von mehreren Stunden, wasserdichte Geräte und umfangreiche Multigroomer, die neben dem Bart auch Nasen- und Ohrhaare entfernen können.
Am Ende zählt allerdings vor allem das Ergebnis im Gesicht. Ein guter Barttrimmer sollte die Haare gleichmäßig erfassen, ohne zu zwicken, und auch an schwierigen Stellen wie unter der Nase oder entlang der Kieferlinie kontrolliert zu führen sein. Ebenso wichtig ist, dass Sie die gewünschte Schnittlänge unkompliziert einstellen können und nach dem Trimmen nicht mehr Zeit für die Reinigung des Geräts als für die eigentliche Bartpflege draufgeht.
Wir haben fünf beliebte Barttrimmer verschiedener Preisklassen getestet und über mehrere Wochen im Alltag benutzt. Dabei interessierte uns nicht nur, welches Gerät die meisten Schnittlängen oder den größten Lieferumfang bietet. Wir wollten vor allem wissen: Welcher Barttrimmer erledigt seine eigentliche Aufgabe am besten und welches Modell würden wir nach einigen Wochen freiwillig immer wieder aus dem Badezimmerschrank holen?
Barttrimmer-Test: Diese Geräte haben wir getestet
Diese Modelle sind auch einen Blick wert
Folgende Modelle haben wir nicht selbst getestet. Sie sind uns jedoch bei der Recherche aufgefallen:
Testergebnis: Dieser Barttrimmer überzeugt
Am Ende setzte sich der Braun Series 9 BT9560 durch. Er überzeugte im Test mit der präzisesten Längeneinstellung, einer starken Schneidleistung auch bei dichtem Bartwuchs, einer hochwertigen Verarbeitung und einer Ausstattung, die kaum Wünsche offenlässt. Wer seinen Bart regelmäßig in Form bringt oder verschiedene Bartstyles trägt, findet hier den leistungsstärksten Trimmer im Test – muss dafür allerdings auch den höchsten Preis bezahlen.
Als Preis-Leistungs-Tipp empfehlen wir den King C. Gillette Elektrischen Bartschneider Pro. Der technisch eng mit Braun verwandte Trimmer liefert ein sauberes Schnittbild, ist unkompliziert bei der Bedienung und verzichtet auf Ballast. Wer keinen Koffer voller Zubehör benötigt, bekommt hier viel Leistung zu einem deutlich attraktiveren Preis.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Über den Tester
Bei mir gibt es beim Bart keine komplizierten Kunstwerke zu pflegen: Wangen und Hals rasiere ich kurz, meistens lasse ich einen Schnurrbart stehen. Der verlangt allerdings regelmäßige Aufmerksamkeit. Spätestens alle zwei bis drei Tage muss ich nachtrimmen, damit mir nicht die ersten Fusseln in den Mund wachsen. Elektrische Rasierer und Trimmer gehören deshalb seit vielen Jahren zu meiner Badezimmerausstattung. Beim Test interessiert mich vor allem, wie schnell und sauber ein Gerät arbeitet, wie gut ich damit die Stellen unter der Nase erreiche und ob die Konturen ohne großes Nacharbeiten gelingen. Mit zunehmendem Alter erweitert sich außerdem ganz von selbst das Anforderungsprofil an ein solches Gerät: Plötzlich wachsen Haare an Stellen, an denen ich sie früher nicht vermisst hatte. Wenn ich mit einem Trimmer deshalb auch Nasen- und Ohrhaare unkompliziert entfernen kann, ist das für mich ein echter praktischer Mehrwert – auch wenn die Qualität beim eigentlichen Barttrimmen natürlich an erster Stelle steht.
Weitere Informationen über Mathis Vogel
Vergleichstabelle: Barttrimmer-Test
(€ 64,99 / Stück)
(€ 39,99 / Stück)
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | |||||
| Schnittlängen | über 50 Einstellungen (0,25-mm-Abstufung) | 0,5–20 mm | 0,4–20 mm | 0,5–20 mm | - | 1–35 mm | 0,5–10 mm | 0,2 – 12 mm | 0,4 – 10 mm | 0,5 – 25 mm |
| Längeneinstellungen | über 50 | 40 | 40 | 39 | - | über 3 Kämme | 19 | 13 | 20 | über 4 Kämme |
| Feinste Abstufung | 0,25 mm | 0,5 mm | 0,2 mm* | 0,5 mm | - | abhängig vom Kamm | 0,5 mm | 0,2 mm | 0,4 mm | 0,5 mm |
| Maximale Schnittlänge | ca. 20 mm | 20 mm | 10 mm | 20 mm | - | 35 mm | 10 mm | 12 mm | 10 mm | 25 mm |
| Kammaufsätze | mehrere | 2 | 2 | 3 | - | 3 | 1 | mehrere | 3 | 4 |
| Klinge | ProBlade-Metallklinge | Braun-Vollmetallklinge | Vollmetallklingen | 45°-Edelstahlklingen | - | Titanbeschichtete Klingen | Edelstahl | Japanischer Stahl | OneBlade-Klinge | Rostfreier Edelstahl |
| Akkulaufzeit** | bis 180 Min. | bis 100 Min. | 100 Min. | ca. 50 Min. | - | bis 90 Min. | ca. 50 Min. | bis 300 Min. | 120 Min. | 210 Min. |
| Ladezeit | ca. 1 Std. | ca. 1 Std. | ca. 1 Std. | ca. 1 Std. | - | 16 Std. | modellabhängig | modellabhängig | 1 Std. | 1 Std. |
| Netzbetrieb | nein | nein | nein | ja | - | ja | ja | modellabhängig | nein | nein |
| Wasserdicht/Wet & Dry | ja | ja | ja | ja | - | teilweise | ja | modellabhängig | ja | ja |
| Einstellrad | ja, mit Sperre | ja | ja | ja | - | nein | ja | modellabhängig | nein | nein |
| Detailtrimmer | ja | nein | ja | nein | - | ja | nein | je nach Set | Klinge selbst | ja |
| Nasen-/Ohrhaaraufsatz | nein | nein | nein | nein | - | nein | nein | je nach Set | nein | ja |
| Akkuanzeige | LED | LED | LED | LED | - | LED | LED | LED | nein | ja |
| Ladestation | ja | nein | nein | nein | - | nein | nein | ja | nein | nein |
| Besonderheiten | PowerBoost, PrecisionLock, Rasieraufsatz, Ladestation, 12 Zubehörteile | Braun-Technik, 40 Längeneinstellungen, sehr einfache Bedienung | Haarauffänger, Detailtrimmer | 3-in-1 für Bart, Haare und Körper | - | Langbart-Set | Kompakter Alleskönner | Premium-Metallgehäuse | Hybrid-Trimmer | Multigroomer, 1 min. Quick-Charge |
| Erhältlich bei |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir das Testfeld zusammengestellt:
- Markenbekanntheit: Mit Panasonic, Philips, Braun, Beurer und King C. Gillette stammen alle fünf Geräte von etablierten Herstellern oder bekannten Marken aus den Bereichen Rasur, Körperpflege und Unterhaltungselektronik.
- Beliebtheit und Verfügbarkeit: Die ausgewählten Modelle sind im deutschen Handel weitverbreitet und bei großen Onlineshops wie Amazon oder Otto erhältlich.
- Unterschiedliche Preisklassen: Unser Testfeld reicht vom vergleichsweise günstigen Barttrimmer bis zum Premiumgerät. Wir möchten herausfinden, ob ein deutlich höherer Kaufpreis tatsächlich mit einem besseren Schnittbild, einer hochwertigeren Verarbeitung oder mehr Bedienkomfort einhergeht.
- Unterschiedliche Konzepte: Einige Geräte konzentrieren sich ausschließlich auf den Bart, andere eignen sich auch für Kopf- oder Körperhaare. Auch bei Schnittlängen, Akkulaufzeit und Zubehör unterscheiden sich die Kandidaten deutlich. Uns interessiert, ob sie dennoch ihre Kernfunktion als Barttrimmer gut erfüllen.
- Eignung für unterschiedliche Bartlängen: Die Modelle decken verschiedene Einsatzbereiche ab – vom kurzen Dreitagebart über den Schnurrbart bis zu längeren Bärten.
So haben wir getestet
Jeden Barttrimmer prüfen wir zunächst auf Verarbeitung, Ergonomie und Ausstattung. Dabei achten wir auf Materialqualität, die Stabilität der Kammaufsätze, die Bedienung der Längeneinstellung und darauf, wie gut das Gerät in der Hand liegt.
Anschließend kommen die Trimmer über mehrere Wochen regelmäßig zum Einsatz. Wangen und Hals werden kurz gehalten, der Schnurrbart alle zwei bis drei Tage nachgetrimmt. Wir bewerten, wie gleichmäßig und schnell die Geräte die Haare erfassen, ob einzelne Barthaare stehen bleiben oder unangenehm ziepen und wie präzise sich schwierige Stellen unter der Nase sowie die Konturen bearbeiten lassen.
Auch Bedienung und Reinigung fließen in die Bewertung ein. Wir wechseln Aufsätze und Schnittlängen, prüfen die Reinigung und berücksichtigen Akkulaufzeit, Ladeanzeige sowie sinnvolle Zusatzfunktionen. Dazu gehören etwa Detailtrimmer, besonders feine Längeneinstellungen oder Aufsätze für Nasen- und Ohrhaare.
Am stärksten gewichten wir Schnittbild, Präzision und Handhabung. Verarbeitung, Reinigung, Akkuleistung und Ausstattung folgen dahinter. Ein großer Lieferumfang oder eine außergewöhnlich lange Akkulaufzeit gleichen deshalb keine Schwächen beim eigentlichen Trimmen aus.
So haben wir die Kategorien gewichtet:
| Gewichtung | Kategorie |
| 30 % | Trimmleistung & Schnittbild |
| 20 % | Präzision & Konturen |
| 15 % | Ergonomie & Bedienung |
| 10 % | Verarbeitung & Qualität |
| 10 % | Akku & Laden |
| 15 % | Reinigung & Ausstattung |
1. Testsieger: Braun Barttrimmer Series 9 BT9560
Verarbeitung und Ergonomie: Schon die Nummer auf der Packung macht deutlich, wohin die Reise geht. Mit der höchsten Kennziffer innerhalb der Braun-Produktpalette ist der Braun Series 9 BT9560 als Premiumgerät konzipiert und tritt entsprechend selbstbewusst auf. Das Gehäuse wirkt aufwendiger gestaltet als bei vielen klassischen Barttrimmern, und die feine Längeneinstellung in Schritten von 0,25 Millimetern richtet sich an Nutzer, die ihren Bart nicht einfach nur etwas kürzer haben möchten. Dazu gibt es zwölf Werkzeuge und Accessoires, wie Aufsätze zum Fade schneiden, einen klassischen Rasier-Aufsatz, Konturschneider, Ladestation oder auch eine Reisehülle. Das Gerät ist wasserdicht und will mit 180 Minuten Akkulaufzeit und einer Power-Boost-Stufe für besonders dichten Bart punkten.
Trimmen und Präzision: Das Gerät liegt top in der Hand, und wir bedienen es problemlos mit nur einer Hand. Die feine Längeneinstellung gehört zu den größten Stärken des BT9560. Mehr als 50 Einstellungen stehen zur Verfügung, die kleinsten Schritte betragen lediglich 0,25 Millimeter. Wer etwa die Seiten etwas kürzer als den Schnurrbart tragen oder saubere Übergänge in einen längeren Bart schneiden möchte, bekommt damit ungewöhnlich viel Spielraum. Die gewählte Einstellung fixieren wir einfach per Schalter, sodass sich das Drehrad während des Trimmens nicht versehentlich verstellt.
Braun setzt auf seine sogenannte ProBlade-Klinge, die laut Hersteller dauerhaft scharf bleiben und selbst schwierige Haare zuverlässig erfassen soll. Ob was dran ist, konnten wir im Rahmen dieses Praxistests nicht überprüfen. Nutzerbewertungen auf einschlägigen Portalen suggerieren aber eine lange Haltbarkeit. Bei besonders dichtem Bart aktivieren wir zusätzlich den PowerBoost-Modus. Hier erhöht der Trimmer seine Leistung, was im Test hauptsächlich dann einen Unterschied machte, wenn längere oder kräftige Haare den normalen Scherkopf stärker forderten.
Für feinere Arbeiten stehen mehrere zusätzliche Aufsätze zur Verfügung. Wir fanden hauptsächlich den Scherkopf sinnvoll, mit dem wir den Barttrimmer in einen Rasierer verwandelten. So mussten wir nach dem Trimmen des Halses nicht nass rasieren. Konturen-Aufsätze sind dabei, aber wir brauchten sie kaum. Denn wir konnten bereits hervorragend nur mit den bloßen Klingen arbeiten.
Handhabung und Ausstattung: Das Gerät ist voll ausgestattet mit zwölf Zubehörteilen, was den Preis, aber auch den Komfort nach oben treibt. Wer seinen Bart nur alle paar Tage trimmen will, kann auf das Meiste verzichten. Aber: Das Reiseetui beispielsweise ist stabil und wirklich praktisch – so landet der Rasierer schnell und sicher im Koffer, ohne Haare darin zu verteilen. Auch die Ladestation aus edlem Aluminium ist ein angenehmes Detail, um den Rasierer immer geladen und griffbereit im Bad stehen zu haben. Alle Zubehörteile wirkten auf uns stabil und wir konnten sie leicht montieren. Ein großer Pluspunkt ist, dass der Rasierer wasserdicht ist. So reinigten wir ihn einfach unter dem Wasserhahn.
Fazit: Der Braun Series 9 BT9560 ist der offensichtliche Luxusliner in unserem Testfeld. Mehr als 50 Längeneinstellungen, die feine Abstufung von 0,25 Millimetern, PowerBoost, 180 Minuten Akkulaufzeit und ein umfangreiches Zubehörpaket lassen auf dem Papier kaum Wünsche offen. Besonders interessant ist das Gerät für Nutzer, die nicht einfach nur einen Bart auf einheitlicher Länge halten, sondern mit verschiedenen Längen, sauberen Übergängen und präzisen Konturen arbeiten möchten.
+ Vorteile
- sehr präziser, kraftvoller Schnitt
- hochwertige Verarbeitung
- umfangreiche Ausstattung
– Nachteile
- hoher Preis
- für viele Nutzer mehr Zubehör als nötig
- relativ großes Gerät
2. Preis-Leistungs-Tipp: King C. Gillette Elektrischer Bartschneider Herren Pro
Verarbeitung und Ergonomie: Gillette ist untrennbar mit der klassischen Nassrasur verbunden. Mit dem King C. Gillette Pro tritt die Marke allerdings gegen Hersteller an, die seit Jahrzehnten elektrische Rasierer und Trimmer entwickeln. Dafür hat sich das Unternehmen Unterstützung von der Schwestermarke Braun geholt, die Nachhilfe bei der Technik gegeben hat. Das bewährte Design bietet 40 Längeneinstellungen und zwei Kammaufsätze und setzt damit stärker auf Vielseitigkeit als auf einen riesigen Berg einzelner Zubehörteile. Das mitgelieferte Braun-Ladekabel hat einen Stecker. Das Design hebt sich vorwiegend durch den kupfernen Farbton ab, ansonsten erinnert es stark an Braun-Geräte der Series 5.
Trimmen und Präzision: Mit 40 Längeneinstellungen von 0,5 bis 20 Millimeter bietet der King C. Gillette Pro reichlich Spielraum für unterschiedliche Bartlängen. Über das Drehrad am Gehäuse stellen wir die gewünschte Länge bequem einhändig ein, die beiden Kammaufsätze decken dabei einen großen Bereich ab. Das ist deutlich komfortabler als bei Geräten, bei denen Sie für unterschiedliche Längen immer wieder den Aufsatz wechseln müssen. Die breite Auswahl macht den Trimmer sowohl für kurze Stoppeln als auch für längere Bärte interessant. Für die Konturen verwendeten wir den Trimmer ohne Kammaufsatz. Ein separater Detailtrimmer gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Im Test überzeugte uns der Trimmer mit einem einheitlichen Schnittbild und starkem Motor, so wie es Nutzer von Braun-Geräten gewöhnt sein dürften.
Handhabung und Ausstattung: Das Bedienkonzept gehört zu den angenehmeren im Testfeld: Kammaufsatz aufsetzen, gewünschte Länge am Drehrad einstellen und loslegen. Im Gegensatz zum Braun Series 9 fehlt dem Gillette eine Sperre für die aktuelle Länge. Die haben wir im Test aber nicht wirklich vermisst. Das längliche Gehäuse liegt gut in der Hand, und nach der Benutzung reinigten wir es unkompliziert unter fließendem Wasser. Bei der Ausstattung konzentriert sich Gillette auf das Wesentliche. Neben den beiden Kammaufsätzen gibt es keine große Sammlung zusätzlicher Scherköpfe oder Spezialaufsätze. Das hält das Zubehör übersichtlich, bedeutet aber auch, dass der King C. Gillette Pro weniger Möglichkeiten für Detailarbeiten bietet als umfangreicher ausgestattete Konkurrenten.
Fazit: Der King C. Gillette Pro verfolgt einen erfreulich geradlinigen Ansatz: Statt möglichst viel Zubehör mitzuliefern, konzentriert sich Gillette auf einen großen Bereich einstellbarer Schnittlängen und eine einfache Bedienung. Die 40 Längeneinstellungen und das komfortable Drehrad sind klare Pluspunkte. Noch dazu kostet er nicht viel. So qualifiziert er sich als Preis-Leistungs-Tipp.
+ Vorteile
- sehr gleichmäßiges Schnittbild
- kraftvoller Motor
- Braun-Technik zum fairen Preis
– Nachteile
- kein Detailtrimmer
- für aufwendige Bartstyles weniger flexibel
3. Der Zuverlässige: Philips Beard Trimmer 5000 Series
Verarbeitung und Ergonomie: Bereits der Verpackung des Philips Beard Trimmer 5000 Series sieht man an, dass es sich hier um ein Gerät der Vernunft handeln soll. Keine goldenen Akzente, wenig Zubehör und selbst beim Ladekabel verzichtet der Hersteller auf das nötige USB-A-Netzteil. Beim Auspacken bestätigt sich der sparsame Eindruck. Das Plastik wirkt nicht hochwertig, das mitgelieferte Reisetäschchen ist nett, aber fast so dünn, wie ein Gefrierbeutel. Dafür gibt es ein Feature, das kein anderes Gerät im Testfeld hat: einen aufsteckbaren Haarauffangbehälter – dazu später mehr. Immerhin liegt ein Detail-Trimmer dem Set bei.
Trimmen und Präzision: Beim Trimmen macht der Philips Beard Trimmer 5000 Series schnell deutlich, wo seine eigentlichen Stärken liegen. Die Klingen arbeiten sauber und zuverlässig, auch wenn für ein gleichmäßiges Ergebnis in unserem Test mitunter mehrere Züge über dieselbe Stelle nötig waren. Die gewünschte Schnittlänge stellen wir über das große Drehrad am Griff ein. Die Abstufungen sind fein genug, um sowohl einen kurzen Stoppelbart als auch einen längeren Bart gezielt in Form zu bringen. Das Rädchen bietet nicht ausreichend Grip, um es mit einem Daumen zu drehen, weswegen wir es von vorn und hinten anfassen mussten – hinten jedoch schaut zu wenig vom Rad aus dem Gehäuse heraus, um es gut zu fassen. Praktisch dagegen ist der Detail-Trimmer, den wir für Konturen und schwer erreichbare Stellen einsetzten. Insgesamt lieferte der Philips ein ordentliches und gleichmäßiges Schnittbild, ohne bei Präzision und Schneidleistung ganz an die besten Geräte im Testfeld heranzureichen. Ob es Sie stört, dass kein Stecker beiliegt, oder Sie es ökologisch korrekt finden, entscheiden Sie selbst. Vielleicht liegt noch ein ungenutztes Netzteil in der Kabelkiste. Da es sich um den nahezu ausgedienten, aber verbreiteten USB-A-Standard handelt, ist die Wahrscheinlichkeit groß. Wir hätten den neueren USB-C-Anschluss jedoch besser gefunden.
Handhabung und Ausstattung: Das große Einstellrad konnten wir gut ablesen, die Schnittlängen für zwei verschiedene Aufsätze sind darauf gedruckt. Die Besonderheit des Geräts ist jedoch der aufsteckbare Haarauffangbehälter. Er soll abgeschnittene Barthaare direkt beim Trimmen auffangen und damit verhindern, dass Sie anschließend das Waschbecken reinigen müssen. Das hat im Test nicht gut funktioniert. Mehr als 50 Prozent der Haare landeten dennoch im Waschbecken. Ebenfalls wenig überzeugend fanden wir die Plastikaufsätze für die verschiedenen Haarlängen. Dünne, wackelige Plastikführungen mussten wir in zwei Schienen am Gerät einführen – wer das Gerät länger nutzen will und häufig zwischen den Aufsätzen wechseln muss, kann mutmaßlich schon mal im Ersatzteilkatalog blättern.
Fazit: Der Philips Beard Trimmer 5000 Series ist kein Gerät, das beim Auspacken Begeisterung auslöst. Dafür wirken Materialien und Zubehör zu schlicht. Im entscheidenden Moment macht er seine Sache jedoch ordentlich: Er trimmt zuverlässig, bietet eine mehr oder weniger unkomplizierte Längeneinstellung und mit dem Haarauffangbehälter ein Alleinstellungsmerkmal, das aber nur mäßig funktioniert. Wer vor allem einen funktionalen Barttrimmer für den Alltag sucht und auf hochwertige Materialien oder umfangreiches Zubehör verzichten kann, bekommt hier ein vernünftiges Gesamtpaket. Für höhere Ansprüche an Präzision, Verarbeitung und Ausstattung gibt es im Testfeld allerdings überzeugendere Alternativen.
+ Vorteile:
- gleichmäßiges Schnittbild
- Detailtrimmer im Lieferumfang
- wasserdicht und leicht zu reinigen
– Nachteile:
- einfach wirkende Materialien
- Haarauffangbehälter wenig effektiv
- wackelige Kammaufsätze
4. Einer für alles: Panasonic ER-GB62
Verarbeitung und Ergonomie: Der Panasonic ER-GB62 ist vergleichsweise schlank gehalten, die gummierten Bereiche sollen auch mit feuchten Händen für sicheren Halt sorgen. Auffällig ist das große Einstellrad, das wir auf Vorder- und Rückseite greifen und mit dem wir die Schnittlänge direkt am Gerät verändern. Mit seinen drei Kammaufsätzen ist der Panasonic breiter aufgestellt als ein reiner Barttrimmer. Neben dem Bart kürzt er auch Kopf- und Körperhaare. Ein Detailtrimmer fehlt jedoch. Dem Paket liegt noch Öl für die Klingen bei.
Trimmen und Präzision: Panasonic setzt beim ER-GB62 auf besonders schräg geschliffene Edelstahlklingen mit einem Winkel von 45 Grad. Sie sollen auch kräftige und flach anliegende Haare zuverlässig erfassen. Die Schnittlänge stellen Sie in 0,5-Millimeter-Schritten ein: Für den Bart reicht der Bereich bis zehn Millimeter, mit dem längeren Kammaufsatz kürzen Sie Kopfhaare auf bis zu 20 Millimeter. Ohne Aufsatz bleiben etwa 0,5 Millimeter stehen. Soweit die Herstellerangaben. Gerade bei größeren Flächen spielt der vergleichsweise breite Scherkopf seine Stärke aus. Wangen, Hals oder Kopfhaar bearbeiteten wir damit zügig. An engeren Stellen kann diese Bauweise allerdings auch zum Nachteil werden. Direkt unter der Nase oder beim präzisen Nachziehen der Konturen eines Oberlippenbartes, war uns die breite Klinge zu unpräzise. Gerade bei stärkerem Bartwuchs, mit unterschiedlichen Wuchsrichtungen konnte uns die Schneidleistung nicht ganz überzeugen. Es benötigte dann jeweils mehrere Züge, um ein wirklich gleichmäßig kurzes Ergebnis zu erzielen.
Handhabung und Ausstattung: Das große Einstellrad gehört zu den angenehmsten Details des Panasonic. Die gewünschte Länge wählten wir direkt am Gerät aus, ohne für jede kleine Veränderung einen anderen Kamm suchen zu müssen. Mit den drei mitgelieferten Aufsätzen deckt der ER-GB62 einen großen Einsatzbereich bis 20 Millimeter ab. Der Panasonic ist vollständig abwaschbar, und wir konnten ihn nach der Benutzung unter fließendem Wasser reinigen. Das erleichtert die Pflege, zumal sich abgeschnittene Haare bei Trimmern gern zwischen Klinge und Gehäuse festsetzen. Eine kleine Reinigungsöffnung soll dabei helfen, Wasser durch den Scherkopf zu leiten und die Haarreste auszuspülen. Weniger beeindruckend fällt die Akkuleistung aus. Mit rund 50 Minuten kabellosem Betrieb liegt der Panasonic deutlich hinter dem Philips mit 100 Minuten und erst recht hinter den 180 Minuten des Braun Series 9. Im normalen Alltag dürfte das allerdings kaum ins Gewicht fallen: Bei wenigen Minuten pro Anwendung reicht auch der Panasonic-Akku für zahlreiche Trimmvorgänge. Für einen Wochenurlaub, bei dem man das Kabel zu Hause lassen will, ist er vielleicht weniger geeignet. Positiv: Das Gerät arbeitet sowohl im Akku- als auch im Netzbetrieb.
Fazit: Der Panasonic ER-GB62 ist der Pragmatiker im Testfeld. Statt mit einer besonders luxuriösen Ausstattung oder Dutzenden Zubehörteilen zu werben, konzentriert er sich auf einen großen Schnittbereich und vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Mit drei Kammaufsätzen, 39 Längeneinstellungen und einer maximalen Schnittlänge von 20 Millimetern eignet er sich nicht nur für kurze Bärte, sondern auch für längere Bartformen sowie Kopf- und Körperhaar. Seine größte Stärke könnte zugleich seine kleine Schwäche sein: Der breite Scherkopf verspricht zügiges Arbeiten auf größeren Flächen, ist für feine Konturen und die Stelle direkt unter der Nase aber weniger spezialisiert als ein zusätzlicher Detailtrimmer.
+ Vorteile
- großer Schnittlängenbereich
- für Bart, Haare und Körper geeignet
- einfache Bedienung
– Nachteile
- kein Detailtrimmer
- weniger präzise an Konturen
- durchschnittliche Akkulaufzeit
5. Der Kompakte für Einsteiger: Beurer MN4X
Verarbeitung und Ergonomie: Der Beurer MN4X fällt im Testfeld schon deshalb auf, weil der Hersteller vielen Verbrauchern eher von Waagen, Blutdruckmessgeräten oder Heizkissen bekannt sein dürfte als von Rasierern. Optisch gibt sich der Trimmer entsprechend nüchtern. Statt eines großen Einstellrads kommen zwei verstellbare Kammaufsätze zum Einsatz. Das Gehäuse ist kompakt, der Trimmer mit rund 154 Gramm vergleichsweise leicht. Auch hier fehlt – wie beim Modell von Philips – ein Stecker für das Ladekabel. Wie auch beim Panasonic liegt dem Beurer Öl für die Klingen bei. Das kann man positiv als Service auffassen, oder aber die Frage stellen, ob die wartungs- und ölfreien Scherwerkzeuge der Konkurrenz im Vorteil sind.
Trimmen und Präzision: Bei der Schnittlänge bietet der Beurer MN4X weniger Auswahl als viele Konkurrenten im Testfeld. Mit den beiden verstellbaren Kammaufsätzen wählen Sie Längen zwischen 1 und 12 Millimetern. Zusätzlich ist ohne Aufsatz ein Schnitt auf 0,8 Millimeter möglich. Das ist ein relativ kurzer Schnittbereich und für manche Nutzer mit längeren Bärten vielleicht schon zu wenig. Dazu gibt es einen eher schwer verschiebbaren Knopf am Gerät selbst, der eine der Klingen vor- und zurückschiebt. Die Abstufungen erfolgen in Millimeterschritten – wer seinen Bart besonders fein justieren möchte, findet bei anderen Geräten deutlich mehr Spielraum. Zudem sind die Kammaufsätze eher hakelig zu montieren und zu justieren. Wer immer die gleiche Länge schneidet, dürfte damit gut klarkommen. Bei vielen Längenwechseln kann es im Alltag allerdings schnell stören. Bei kurzen bis mittellangen Bärten mussten wir für ein gleichmäßiges Ergebnis jedoch häufig erneut ansetzen. Durch seine kompakte Bauweise ließ er sich gut führen, für präzise Konturen fehlte ein Detailtrimmer. Im Test erledigte der Beurer seine Kernaufgabe dennoch ordentlich.
Handhabung und Ausstattung: In der Handhabung hinterlässt der Beurer MN4X einen zwiespältigen Eindruck. Als einziges Gerät im Testfeld besitzt er eine Anzeige, die den verbleibenden Akkustand in Prozent anzeigt – ein überraschendes Komfortmerkmal angesichts des ansonsten eher schlichten Auftritts. Einen großen Vorteil gegenüber der Balkenanzeige des Braun bietet das jedoch nicht. Ein Gerät, das nur wenige Minuten pro Rasiervorgang läuft, ist nach wenigen Minuten am Strom wieder bereit für den aktuellen Einsatz. Weniger Freude bereiteten uns die beiden Kammaufsätze. Sie wirken billig, und wir konnten sie nur hakelig verstellen. Sie reichten bei der Bedienung nicht an die komfortableren Lösungen der Konkurrenz heran. Die gewünschte Schnittlänge mussten wir direkt am Aufsatz einstellen, was im Alltag deutlich umständlicher ist als ein Drehrad am Gehäuse. 0,4 Millimeter Länge justierten wir simpel per Knopf am Gerät nach. Der Akku hält laut Hersteller bis zu 90 Minuten durch. Das konnten wir im Test zwar nicht im Dauerbetrieb beim Bartschneiden testen, aber im Leerlauf kommt es in etwa hin. Zudem betreiben Sie das Gerät bei Bedarf direkt am Stromnetz. Der MN4X ist nach der Schutzklasse IPX7 wasserdicht. Wir reinigten ihn daher problemlos unter fließendem Wasser.
Fazit: Das geringe Gewicht und die unkomplizierte Bedienung machen den Beurer MN4X zu einem angenehmen Alltagsgerät, bei der Auswahl der Schnittlängen und der Ausstattung fällt er gegenüber den Spitzenmodellen im Testfeld jedoch ab. Wer einen kurzen bis mittellangen Bart trägt, keine Viertelmillimeter-Abstufungen benötigt und einen kompakten Trimmer zu einem überschaubaren Preis sucht, findet hier eine solide Lösung. Für aufwendige Bartstyles und besonders präzise Detailarbeit gibt es geeignetere Geräte.
+ Vorteile
- leicht und handlich
- prozentgenaue Akkuanzeige
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
– Nachteile
- hakelige Kammaufsätze
- wenige Schnittlängen
- schwächere Schneidleistung als die Konkurrenz
Barttrimmer: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Wie finde ich den richtigen Barttrimmer?
Der richtige Barttrimmer hängt zunächst von der eigenen Bartlänge ab. Wer nur einen Drei-Tage-Bart trägt, benötigt keinen Schnittbereich bis 30 oder 40 Millimeter. Umgekehrt schränkt ein Gerät mit maximal zehn Millimetern für einen längeren Vollbart ein.
Mindestens ebenso wichtig ist die feinste Abstufung. Wer seinen Bart sehr kurz und exakt trägt, profitiert von kleinen Schritten zwischen den einzelnen Längeneinstellungen. Manche Premiumgeräte erlauben Veränderungen um 0,25 Millimeter, während einfachere Trimmer nur deutlich größere Sprünge bieten.
Auch die Form des Scherkopfs spielt eine Rolle. Breite Klingen bearbeiten große Flächen schneller, können aber unter der Nase oder bei präzisen Konturen unhandlicher sein. Wer einen Schnurrbart oder klar definierte Bartlinien trägt, sollte deshalb auf gute Sicht auf die Schnittkante und gegebenenfalls auf einen zusätzlichen Präzisionstrimmer achten.
Welche Schnittlänge eignet sich für welchen Bart?
Ein klassischer Drei-Tage-Bart liegt meist im Bereich von etwa 0,5 bis 3 Millimetern. Bei fünf bis zehn Millimetern wirkt der Bart bereits deutlich voller, bleibt aber mit den meisten gängigen Barttrimmern problemlos beherrschbar. Ab etwa zehn Millimetern ist ein stabiler Kammaufsatz wichtig, damit er die Haare gleichmäßig anhebt und auf dieselbe Länge kürzt. Längere Vollbärte benötigen Geräte mit entsprechend großem Schnittbereich. Einige spezielle Barttrimmer erreichen 20, 30 oder sogar 35 Millimeter. Bei solchen Längen sollten Sie den Bart vor dem Trimmen gründlich kämmen und zunächst mit einer längeren Einstellung beginnen.
Wie oft sollte ich meinen Bart trimmen?
Das hängt stark vom Bartstil und vom individuellen Haarwachstum ab. Ein sehr kurzer Bart verliert seine definierte Form schneller als ein längerer Vollbart. Wer einen Dreitagebart oder einen sauber konturierten Schnurrbart trägt, muss deshalb möglicherweise alle zwei bis drei Tage nacharbeiten. Bei längeren Bärten können größere Abstände ausreichen. Häufig genügt es dann, lediglich die Konturen an Wangen und Hals regelmäßig nachzuziehen, während Sie die eigentliche Bartlänge nur alle ein bis zwei Wochen korrigieren.
Sollte ich meinen Bart nass oder trocken trimmen?
Für ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis sollte ein Bart bei klassischen Barttrimmern in der Regel trocken und sauber sein. Nasse Haare kleben leichter zusammen und liegen anders an der Haut an. Dadurch kann das Ergebnis nach dem Trocknen ungleichmäßiger ausfallen als erwartet. Einen längeren Bart sollten Sie vor dem Trimmen kämmen. So lösen Sie Knoten, und die Haare liegen gleichmäßiger. Wer unsicher bei der gewünschten Länge ist, beginnt besser mit einer längeren Einstellung und arbeitet sich schrittweise nach unten.
Wie trimme ich einen Bart gleichmäßig?
Zunächst sollten Sie die gewünschte Schnittlänge einstellen und den passenden Kammaufsatz sicher befestigen. Führen Sie den Trimmer anschließend langsam und kontrolliert durch den Bart. Bei vielen Geräten erzielen Sie ein gleichmäßiges Ergebnis, wenn Sie teilweise gegen die Haarwuchsrichtung arbeiten, da Barthaare nicht überall in dieselbe Richtung wachsen. Besonders am Hals entstehen häufig Wirbel oder quer verlaufende Wuchsrichtungen. Dort kann es nötig sein, den Trimmer aus verschiedenen Richtungen über dieselbe Stelle zu führen. Nach dem ersten Durchgang lohnt ein Blick bei gutem Licht aus unterschiedlichen Winkeln. Einzelne längere Haare fallen oft erst dann auf. Wer sofort immer wieder über dieselbe Stelle fährt, riskiert dagegen Hautreizungen, ohne das Ergebnis zwangsläufig zu verbessern.
Warum rupft oder ziept ein Barttrimmer?
Wenn ein Barttrimmer einzelne Haare nicht sauber durchtrennt, sondern daran zieht, kann das verschiedene Ursachen haben. Stumpfe oder verschmutzte Klingen sind ein häufiger Grund. Auch ein schwacher Akku kann bei manchen Geräten die Leistung beeinträchtigen. Wenn Sie den Trimmer zu schnell führen, gelangen zu viele Haare gleichzeitig in den Scherkopf. Dann hilft es, den Trimmer langsamer und mit weniger Druck zu bewegen. Bei einem hochwertigen und gepflegten Gerät sollte regelmäßiges Rupfen allerdings nicht vorkommen. Genau deshalb gehört dieser Punkt zu den wichtigsten Kriterien in unserem Praxistest.
Sind selbstschärfende Klingen wirklich wartungsfrei?
Der Begriff „selbstschärfend“ bedeutet meist, dass sich die beweglichen Klingen während des Betriebs gegenseitig berühren und dadurch ihre Schneidkanten länger erhalten sollen. Vollkommen wartungsfrei ist ein Trimmer dadurch nicht automatisch. Haare, Hautfett und Pflegeprodukte sammeln sich im Scherkopf. Deshalb sollten Sie ihn regelmäßig reinigen. Bei manchen Geräten empfiehlt der Hersteller zusätzlich gelegentliches Ölen der Klingen, während andere ausdrücklich ohne Öl auskommen. Die jeweilige Bedienungsanleitung ist hier maßgeblich. Falsche Pflege kann die Schneidleistung verschlechtern oder bei wasserdichten Geräten sogar Dichtungen beschädigen.
Wie reinige ich einen Barttrimmer richtig?
Lose Haare sollten Sie möglichst nach jeder Anwendung entfernen. Bei vollständig abwaschbaren Geräten reinigen Sie den Scherkopf oder das gesamte Gerät unter fließendem Wasser. Andere Modelle erlauben nur das Abspülen abnehmbarer Klingenteile. Nach einer Nassreinigung sollten die Teile vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder zusammensetzen oder verstauen. Bei nicht wasserdichten Trimmern kommt die mitgelieferte Reinigungsbürste zum Einsatz. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen „abwaschbar“, „wasserdicht“ und „für die Dusche geeignet“. Diese Begriffe bedeuten nicht zwangsläufig dasselbe. Die Herstellerangaben sollten Sie deshalb genau beachten.
Wie viel Akkulaufzeit benötigt ein Barttrimmer?
Für den normalen Hausgebrauch reichen bereits 50 bis 60 Minuten meist vollkommen aus. Ein einzelner Trimmvorgang dauert häufig nur wenige Minuten, sodass selbst ein vergleichsweise kleiner Akku für zahlreiche Anwendungen genügt. Laufzeiten von zwei, drei oder sogar fünf Stunden sind hauptsächlich auf Reisen angenehm, im heimischen Badezimmer aber selten ein ausschlaggebender Vorteil. Praktisch kann eine Schnellladefunktion sein. Bei manchen Geräten reichen wenige Minuten an der Steckdose für eine komplette Anwendung. Wer seinen Trimmer regelmäßig ungeladen im Schrank liegen lässt, sollte außerdem darauf achten, ob ein Betrieb am Stromkabel möglich ist. Bei vielen wasserdichten Geräten ist das aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen.
Sind viele Längeneinstellungen automatisch besser?
Nein. Vierzig oder fünfzig Schnittlängen klingen beeindruckend, bringen aber nur dann einen Vorteil, wenn Sie die zusätzlichen Abstufungen tatsächlich nutzen. Wer seinen Bart immer auf drei Millimeter trimmt, benötigt keine 52 Einstellungen. Feine Abstufungen können allerdings sinnvoll sein, wenn unterschiedliche Gesichtspartien verschiedene Längen erhalten sollen oder man sehr genau mit der Bartform experimentiert. Auch Übergänge gestalten Sie mit kleinen Schritten kontrollierter. Wichtiger als die reine Zahl ist deshalb, ob Sie die gewünschte Länge schnell, eindeutig und sicher einstellen können. Ein versehentlich verstelltes Einstellrad verursacht trotz vieler Optionen mehr Ärger als Nutzen.
Entfernt ein Barttrimmer auch Nasen- und Ohrhaare?
Nur wenn ein entsprechender Aufsatz vorhanden ist. Den normalen Scherkopf eines Barttrimmers sollten Sie nicht in Nase oder Gehörgang einführen. Spezielle Nasen- und Ohrhaartrimmer besitzen schmale, geschützte Schneidsysteme, die für diese Bereiche konstruiert sind. Multigroomer werden häufig mit solchen Wechselköpfen geliefert. Wer ohnehin regelmäßig Bart, Nasen- und Ohrhaare pflegt, kann damit mehrere Einzelgeräte ersetzen. Allerdings sollte die zusätzliche Vielseitigkeit nicht darüber hinwegtäuschen, dass für unseren Test die Qualität beim eigentlichen Barttrimmen den Ausschlag gibt.
Was ist der Unterschied zwischen Barttrimmer und Elektrorasierer?
Ein Barttrimmer kürzt Haare auf eine definierte Länge. Mithilfe von Kammaufsätzen oder einem Einstellrad kann ein Bart beispielsweise auf einen, drei oder zehn Millimeter gebracht werden. Auch zum Formen von Konturen eignen sich viele Geräte. Ein Elektrorasierer soll Haare dagegen möglichst nah an der Haut abschneiden. Folienrasierer und Rotationsrasierer sind deshalb anders konstruiert und eignen sich besser für eine glatte oder nahezu glatte Rasur. Dazwischen gibt es Hybridgeräte wie den Philips OneBlade. Sie können kurze Haare trimmen und relativ hautnah schneiden, erreichen aber normalerweise nicht die Glätte einer klassischen Nassrasur.
Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft.