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6. Harry-Potter-Band: Erstauflage bricht alle Rekorde

Erfolgsautorin Joanne K. Rowling stellt ihre Kollegen Grisham, Brown und Crichton in den Schatten: Die Erstauflage des für den Sommer angekündigten 6. Harry-Potter-Bandes bricht alle US-Rekorde.

Dan Browns "Sakrileg" steht seit Wochen in den Bestseller-Listen und Michael Crichtons "Welt in Angst" ist nicht erst seit der Tsunami-Katastrophe in aller Munde. Beide Bücher sind in den USA mit einer Erstauflage von 2 Millionen an den Start gegangen - eine Traumauflage für jedes Verlagshaus. Selbst Bill Clintons enorm umworbene Biographie "Mein Leben" hatte lediglich eine Erstauflage von 1,5 Millionen. Der Harry-Potter-Hype stellt jedoch alles Dagewesene in den Schatten. Bei jedem weiteren Band, der die schottische Bestsellerautorin auf den Markt wirft, toppt der Verlag Blommsbury die Auflagenzahlen.

Warten bis zum 16. Juli

In den USA teilte der amerikanische Verleger Scholastic mit, "Harry Potter And The Half-Blood Prince" werde am 16. Juli in einer Auflage von 10,8 Millionen Exemplaren erscheinen. Das sei die größte Erstauflage der US-Geschichte und übertreffe den bisherigen Rekordhalter - den Harry-Potter-Band von 2003 - um vier Millionen.

Der neue Harry-Potter-Band sorgt also schon dreieinhalb Monate vor seinem Erscheinen für Schlagzeilen. In London hieß es aus dem Verlag Bloomsbury, die Zahl der Vorbestellungen habe die Erwartungen bisher "deutlich übertroffen". Zahlen wollte der Verlag zwar nicht nennen, aber die Aufträge der Buchhandlungen überträfen alles bisher Dagewesene, berichteten britische Zeitungen.

Band sechs, den vorletzten Teil der Reihe, hatte Joanne K. Rowling im Dezember abgeschlossen. Mit dem Ergebnis sei sie "so glücklich wie nie zuvor", sagte die in Schottland lebende Autorin. Werbewirksam hat sie bereits einige Andeutungen zum Inhalt gemacht: So werde wieder eine der zentralen Figuren ums Leben kommen.

"Harry Potter and the Half-Blood Prince" heißt auf deutsch etwa so viel wie "Harry Potter und der Prinz der Halbblütigen". Die "Halbblütigen" sind in der Welt von Harry Potter jene Zauberer, die einen Muggel als Vater oder Mutter haben - also einen gewöhnlichen Menschen, der nicht zaubern kann. Rowling schrieb am Montag auf ihrer Web-Site, dass ihr die dritte Schwangerschaft die Zeit gegeben habe, das Manuskript abzuschließen. Sie sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hoffe nur, dass ihre Leser zu der Ansicht gelangten, dass sich das lange Warten gelohnt habe.

DPA / DPA