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Daniel Kehlmann: "Der Kopf ist ein Gefängnis"

Mit dem Roman "Die Vermessung der Welt" gelang Daniel Kehlmann einer der größten Erfolge der Nachkriegsliteratur: Allein die deutsche Ausgabe verkaufte sich 1,4 Millionen Mal. Nach vier Jahren literarischen Tastens erschien nun Kehlmanns neues Buch. Der stern traf ihn zum Gespräch zu Hause in Wien.

Sie schreiben in der "Vermessung der Welt": "Wann immer einen die Dinge erschreckten, sei es eine gute Idee, sie zu messen." Beginnen wir mit einer Vermessung des Daniel Kehlmann: Anzahl Ihrer Eigentumswohnungen?

Eine, um Gottes willen.

Ihre Körpergröße?

Kenne ich: 1,83 Meter.

Ihre Schuhgröße?

Kenne ich auch, sage ich aber hier nicht.

Fühlen Sie sich wohl in Ihrem Körper?

Vollkommen graziöser Körperbeherrschung können sich wohl die wenigsten Schriftsteller rühmen. Ich bin da keine Ausnahme. Die meiste Zeit fühle ich mich relativ wohl. Im oberen Durchschnitt.

Fühlen Sie sich in Ihrem Kopf wohler?

Ich fühle mich oft in meinem Kopf sehr unwohl. Wenn man hauptsächlich mit dem Kopf arbeitet, ist das unvermeidlich.

Ist der Kopf ein Gefängnis?

Ja, aber ein Gefängnis, das die ganze Welt enthält.

Gibt man Ihren Namen bei Google ein, bekommt man 171.000 Treffer. Ab wie vielen Treffern macht Ego-Googeln so richtig Spaß?

Anders herum. Bei wenigen Treffern ist Ego-Googeln noch interessant. Weil man dann wirklich alles überschauen kann. Wenn es unüberschaubar wird, hebt das Ego-Googeln sich selbst auf.

Früher hat es Ihnen also Spaß gemacht?

Spaß ist der falsche Ausdruck. Es ist ein schuldbewusstes Vergnügen. Eine Neugier, für die man sich schämt und für die man sofort bestraft wird, indem man schrecklichen Unsinn findet.

Ihr neues Buch heißt "Ruhm". Wie ist er denn nun, der Ruhm?

Gar nicht so schlimm, wie man glaubt. Als Schriftsteller wird man ja nicht dauernd erkannt. Dafür braucht man bestimmte Erkennungsmerkmale. Schnurrbart und Pfeife oder Peter Handkes auffällige Frisur. Ein Schriftsteller ohne besondere Erkennungsmerkmale wird nicht erkannt. Das ist eine schaumgebremste Form von Ruhm.

Hatten Sie schon immer Sehnsucht nach Ruhm?

Jeder, der das kategorisch verneint und nicht ein ganz erleuchteter Mensch ist, lügt. Das ist eine Grundsehnsucht des Menschen. Eine ambivalente Sehnsucht, in meinem Fall.

Vor der "Vermessung der Welt" haben Sie fast im Jahresrhythmus Romane veröffentlicht. Für Ihr neuestes Buch haben Sie nun vier Jahre gebraucht. Haben Sie für Ihren Erfolg mit einer Schreibblockade büßen müssen?

Schreibblockade ist ein zu harter Ausdruck. Aber es war sicher eine Schreiberschwernis. Das macht ja auch nichts. Das heißt, wenn man sie überwindet, macht es nichts. Wenn man sie nicht überwindet, ist es schon ganz schön schlimm.

Wie muss man sich das vorstellen?

Wenn das Schreiben schwerer ist, schreibt man sehr viel. Es ist nur nicht gut. Man schreibt und schreibt. Immer mehr, immer noch mal. Und immer noch ein Ansatz. Zeiten des schlechten Schreibens sind Zeiten der panischen Textproduktion.

Sie haben in den vergangenen Jahren viele Rezensionen und Preisreden verfasst. War das Schreiben über Literatur ein Ausweichmanöver vor dem Schreiben von Literatur?

Nein. Ich habe das immer als Teil meiner Arbeit gesehen. Seit ich 23 war, habe ich regelmäßig Rezensionen geschrieben. Wahrscheinlich habe ich vor der "Vermessung der Welt" mehr Texte und Essays publiziert als nachher. Nur ist es nicht so aufgefallen.

Sie nennen Ihr Buch "Roman in neun Geschichten". War die Kurzform der Story eine Flucht vor der großen epischen Form?

Es war sicher etwas, das mir die Arbeit in unsicheren Momenten erleichtert hat. Ich musste mich nicht für lange Zeit auf nur eine Perspektive einlassen, ohne zu wissen, ob es gelingt. Aber ich sehe das nicht als Flucht. Norman Mailer hat einmal gesagt: Das Wunderbare am Schriftstellerdasein ist, dass man sich am eigenen Schopf hochziehen kann. Was immer an einer Situation schwierig ist, man kann etwas Positives für sich daraus machen. Ich bin glücklich mit der Form dieses Buches. Ich wollte schon immer das Prinzip des Episodenfilms auf den Roman übertragen.

Ist "Ruhm" ein Zeugnis des Tastens?

Alles, was man schreibt, ist Zeugnis eines Tastens. Aber ich habe dieses Buch mit großer Befreiung geschrieben. Es war nicht so, dass ich mal dies, mal das versucht habe, und dann kam dieses Buch irgendwie zustande. Ich habe die Geschichten sukzessive geschrieben, so wie man einen Roman schreibt. Eine nach der anderen, in der Reihenfolge, in der man sie jetzt liest.

In Ihrer letzten Veröffentlichung haben Sie auf 130 Seiten über Hunde philosophiert. Canetti, Rilke, Goethe - alle drin. Werden Sie so schrullig wie die Genies Ihrer Bücher?

Das wäre ja nicht schlimm. Worauf es ankommt, sind die künstlerischen Ergebnisse. Aber ich finde das eigentlich nicht schrullig. Ich bin Schriftsteller. Ich schreibe und bespreche Romane. Viel gelesen zu haben und das auch parat zu haben gehört zu meinem Beruf. Ich habe noch nie gehört, dass ein Arzt verblüfft gefragt wird, ob er wirklich Anatomiekenntnisse hat.

Würden Sie nicht manchmal auf komplizierte Fragen gern einfach nur "Wurst und Sterne" antworten, wie es der alte Kant in Ihrer "Vermessung der Welt" macht?

Man macht das ja oft genug. Aber tatsächlich neige ich dazu, Dinge überkompliziert zu beantworten. Das mag sozial etwas auffällig sein. Ich nehme Dinge ernster, als man sie im Gespräch normalerweise nimmt.

Wem zeigen Sie am liebsten Ihre Intelligenz?

Ich merke Intelligenz immer erst dann, wenn ich das Gefühl habe, sie fehlt mir.

Sind Sie zufrieden mit Ihren Lesern, oder sind Ihnen zu viele "Zeit"-Abonnenten und Studiosus-Reisende darunter?

Das wäre nicht so schlimm. Gerade Studiosus- Reisende sind ein gutes und interessiertes Publikum, über das man sich nicht lustig zu machen braucht. Man muss ja nicht mit ihnen verreisen.

Aus der Ferne vermitteln Sie den Eindruck eines Einser-Abiturienten des Nabokov-Gymnasiums. Würden Sie manchmal lieber etwas mehr Punkrock ausstrahlen?

Jeder würde das gerne. Jeder will furchtbar wild sein. Es gibt diesen schönen Satz von Milan Kundera, dass man lieber für einen Menschen gehalten werden würde, der mit Greta Garbo geschlafen hat, als wirklich mit Greta Garbo geschlafen zu haben.

Ihr Vater war 47, als Sie auf die Welt kamen. Hat das für Sie je eine Rolle gespielt?

Wenn man einen Vater hat, der wesentlich älter ist als die Väter der gleichaltrigen Kinder, weiß man bald, dass er vermutlich eher sterben und auch früher alt sein wird. Dass das Phänomen Alter so eine große Rolle in meinen Büchern spielt, liegt sicher auch daran.

Macht einen ein alter Vater zu einem alten Kind?

Vielleicht ein bisschen. Aber mein Vater war das Gegenteil von einem großväterlichen, friedlichen alten Herrn. Er war Regisseur und eine energische Persönlichkeit. Wenn das nicht so gewesen wäre, hätte mich das wirklich zu einem sehr alten Kind gemacht. Da das nicht so war, habe ich heute das Gefühl, dass sehr viel an mir, was eben doch nicht brav ist, von ihm kommt.

Wo lassen Sie es denn an Bravheit fehlen?

Meine Bücher sind doch oft ziemlich aggressiv. "Ich und Kaminski" ist eine aggressive Satire. Ich kann mich unglaublich über Dinge ärgern, und ich glaube, das merkt man in den Büchern. Es gibt Wut in ihnen und eine Schonungslosigkeit den Figuren gegenüber. Ich habe das Gefühl, dass Schreiben auch damit zu tun hat, in Kontakt mit dunklen und dämonischen Dingen zu treten. Und ich habe das Gefühl, dass mir das manchmal gelingt. Das wäre die künstlerische Seite der Antwort, auf die ich mich hier beschränken möchte.

Genies sind Ihre Lieblingshelden. Warum?

Das Phänomen der Hochbegabung hat mich immer interessiert. Ich war sicher kein völlig unbegabtes Kind. Aber ich war auch kein Wunderkind. Deswegen stört es mich, wenn man über mich als Wunderkind spricht, obwohl ich schon fast im fortgerückten Erwachsenenalter bin. Das ist ja schon eine Beleidigung.

Immer noch besser als Fräuleinwunder.

Weiß Gott. Nur bin ich in einem Alter, wo Jesus schon die Bergpredigt gehalten hat, ohne dass man ihn einen Jungpropheten genannt hat.

Ist Jesus Ihre Messlatte?

Wer sonst? Nein, im Ernst: Ich bin in einem Alter, in dem die meisten bedeutenden Künstler ihre wesentlichen Leistungen vollbracht haben, ohne dass man sie noch als Anfänger empfunden hätte. Ich kann mich nicht mehr zurückziehen auf den Standpunkt: Ich bin jung, ich fange erst an. Jetzt muss es zur Sache gehen. Wenn ich jetzt nicht die Dinge mache, die mich als Künstler definieren sollen, dann ist es zu spät.

Fühlen Sie sich Genies besonders nahe?

Mich hat einfach immer die Komödie der Genialität interessiert.

Warum?

Darüber denke ich lieber nicht nach. Man weiß nicht, warum einen gewisse Dinge interessieren. Man merkt nur, dass sie es tun.

In Ihrem neuen Roman wird dem Schriftsteller Leo Richter vorgehalten, er habe nie die Schule geschwänzt. Haben Sie?

Viel zu selten.

Diese Passage lässt vermuten, dass Ihnen der Vorwurf, ein Streber zu sein, nicht fremd ist.

Dieser Vorwurf ist keinem Schriftsteller fremd.

Charles Bukowski dürfte ihn eher selten zu hören bekommen haben.

Das ist der Hauptgrund, warum die Leute ihn lesen. Sie haben das Gefühl, wenn sie Bukowski lesen, sind sie aus dem Streberdasein erlöst. Fast alle Schriftsteller haben mehr Zeit über Büchern verbracht als beim Trinken. Ich glaube, Schriftsteller äußern sich zum Beispiel ständig über Fußball, weil sie in der Schule immer als Letzte in die Mannschaft gewählt wurden. Im Englischen gibt es dieses schöne, schwer übersetzbare Wort "bookish". So ein bisschen bookish war sicher jeder Schriftsteller. Rückblickend wäre man gern ein bisschen cooler gewesen. Das war auch bei mir so.

"Die Vermessung der Welt" wurde gelobt als Hommage an unsere kulturellen Glanzleistungen. Haben wir die Pflege unserer Kulturdenkmäler zu lange vernachlässigt?

Ich bin kein Kulturpfleger. Ich will ausdrücklich nicht jemand sein, der für entspannten Umgang mit deutscher Geschichte steht. Ich komme väterlicherseits aus einer Familie, die durch den Holocaust vernichtet wurde. Ich bin der Meinung, dass jeder Blick, den man auf die deutsche Kultur wirft, diesen Schatten mit sehen muss.

Vorletztes Jahr wurde Ihnen der "Welt"- Literaturpreis verliehen. Damals spürte man deutlich, wie dankbar das konservative Lager nach einer jungen, frischen Ikone des Bildungsbürgertums griff. War Ihnen wohl dabei?

Ich habe mich sehr über diesen Preis gefreut. Ich habe mich geehrt gefühlt und diesen Preis gerne angenommen. Aber ich habe diese Tendenz auch gespürt, und dabei war mir allerdings nicht ganz wohl.

Im vergangenen Jahr haben Sie unter anderem die Tagung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft in Wien und das Brecht-Festival in Augsburg eröffnet. Sie halten Vorträge und haben Außenminister Steinmeier auf einer Südamerikareise begleitet. Weder Truman Capote noch Max Goldt sind vor Ihrem Lob sicher. Streben Sie die Totalherrschaft im Kulturbetrieb an?

So wie Sie es darstellen, bekommt es eine Tendenz, der ich sofort widersprechen möchte. Ich durfte den Kleist-Preis vergeben, aber ich habe ihn Max Goldt gegeben. Also jemandem, der nun wirklich nicht der naheliegendste Kandidat für einen Klassikerpreis war. Ich habe das Brecht-Festival eröffnet, aber mit einem Angriff auf Brecht. Es ist nicht so, als würde ich einfach den bequemsten Weg gehen.

Haben Sie keine Angst, dass Sie als Künstler im Kulturbetriebszirkus verloren gehen?

Die Gefahr besteht immer. Dagegen muss man sich schützen. Ich mache mit dem neuen Buch nur zehn Lesungen. Das Buch hat jetzt eine große Medienpräsenz, und ich werde sie auch haben. Ich mache das für den Moment mit, weil ich dem Buch viele Leser wünsche. Aber dann ist auch bald wieder Schluss. Dann kann ich mich wieder auf Leben und Arbeit konzentrieren.

Sie sind im vergangenen Jahr Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung geworden. Mit 33. Besteht die Gefahr, dass Sie Ihrem Humboldt immer ähnlicher werden, der gegen Ende seines Lebens immer mehr verzopfte?

Ich hoffe nicht. Ich glaube, dass ich früher verzopfter war als heute. Übrigens ist die Deutsche Akademie eine Gruppe sehr beeindruckender Menschen. Ich habe wegen einiger Leute zugesagt, die Mitglieder dieser Akademie sind und die ich bewundere. Auch bei den Institutionen geht es zuerst um Menschen.

Einer der Protagonisten von "Ruhm" ist der Schriftsteller Leo Richter, der wie folgt beschrieben wird: "Autor vertrackter Kurzgeschichten voller Spiegelungen und unerwartbarer Volten von einer leicht sterilen Brillanz." Ist das eine treffende Selbstbeschreibung?

Nein, das ist eine Beschreibung, von der ich gedacht habe, ich setze sie mal ins Buch und warte, ob irgendein Kritiker die Niveaulosigkeit haben wird, sie affirmativ zu zitieren. Es ist keine Selbstbeschreibung, es ist eine Falle.

Dann stürze ich mich gern hinein. "Ruhm" strotzt vor erzähltechnischen Finessen: Figuren lehnen sich gegen ihren Autor auf, viele Geschichten verweisen auf ihren fiktiven Charakter, thematische Echos verschränken die neun Geschichten zu einer großen motivischen Schnitzeljagd. Sehen Sie die Gefahr, dass diese formalen Finten eine gewisse Sterilität mit sich führen?

Wenn man formal bewusst arbeitet, besteht immer die Gefahr, dass die Substanz darunter leidet. Aber ich bin zuversichtlich, dass genug menschliche Substanz in "Ruhm" steckt. Am weitesten geht in dieser Hinsicht wohl die Geschichte "Rosalie geht sterben".

In der eine Frau sich auf den Weg zu einem Schweizer Sterbehilfe-Verein macht und den Autor immer wieder bittet, ihr das Leid zu ersparen.

Dadurch, dass Rosalie mit dem Autor spricht, dadurch, dass sich der Autor einmischt, besteht natürlich die Gefahr, dass die Geschichte steril wird. Wenn man dem Leser immer wieder signalisiert, dass er keine echte Figur vor sich hat, sondern eine Erfindung, wird das Ganze schnell zu einem leeren Spiel. Die Herausforderung dieser Geschichte war, dass Rosalie trotzdem eine echte Figur bleiben musste, deren Leiden einen berührt. Es ist eine Geschichte, die anschreibt gegen ihre eigene Prämisse, die sie eigentlich steril machen müsste. Die Arbeit daran ist mir sehr nahe gegangen.

Eben haben wir über Ihren alten Vater gesprochen. Er ist 2005 nach Demenzkrankheit verstorben. Sind all die erzähltechnischen Tricks in Ihrer Sterbe-Geschichte ein Mittel gewesen, dieses schmerzhafte Thema auf Distanz zu halten?

Ich glaube, dass ein Thema, das ohne solche Brechung eine unerträglich düstere Geschichte erzeugt hätte, dank dieser zweiten Ebene erst erzählbar wurde. Außerdem ermöglicht das, die Frage einzuführen, warum Gott Leiden zulässt. Als Schriftsteller ist man ja auch mit der Frage konfrontiert, warum man Leiden zulässt. Für mich ist das kein steriles Problem gewesen, sondern eines, das ich stark empfunden habe. Wenn man etwas, das sehr dunkel ist und sehr traurig und entsetzlich, künstlerisch bewältigt, indem man es durch Form gestaltbar macht, dann ist das keine Flucht, sondern Kunst.

Woher kommt Ihre Faszination für die Requisiten aus der postmodernen Trickkiste?

Diese Art von Experiment leuchtet mir am meisten ein. Literatur, die den Satzbau unangetastet lässt und stattdessen die Realität bricht.

Ist das denn so neu: Figuren, die sich gegen ihren Erfinder wenden?

An sich ist das nicht neu. Das gibt's schon bei Diderot.

Eben.

Man muss nur etwas Neues damit machen. Ich glaube, in "Ruhm" ist mir ein Ineinander von menschlichem Realismus und postmoderner Form gelungen. Postmoderne Techniken können nicht ganze Texte tragen. Aber wenn solche Effekte kurz aufblitzen und die Wirklichkeit zweifelhaft machen, so ist das etwas, was mich sehr fasziniert.

Sie sind bekennender Liebhaber der TV-Serie "Die Sopranos".

Ja! Da drüben stehen alle Staffeln!

Was würde der Vorstadtmafioso Tony Soprano von Ihrem neuen Buch halten?

Es gibt eine Geschichte in dem Buch, die Tony mögen könnte: "Osten". Eine Erzählung über eine Autorin, die in Zentralasien verloren geht. Das ist eine dunkle, harte Geschichte. Ich habe von Leuten gehört, die sie nicht fertig lesen konnten. Die wäre etwas für Tony. Der Rest wohl weniger. Aber David Chase, dem Erfinder der "Sopranos", den ich verehre wie kaum einen Schriftsteller, dem könnte es besser gefallen. Jedenfalls wäre das schön.

Interview: Stephan Maus / print