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IM FRAUENGEFÄNGNIS AUFGEFUNDEN: Der »Tochter« von Hemingway gestorben

Ernest Hemingways jüngster Sohn Gregory ist im Alter von 69 Jahren in einem Frauengefängnis von Miami gestorben. Gregory nannte sich nach einer Geschlechtsumwandlung nur noch »Gloria«.

Ernest Hemingways jüngster Sohn Gregory, der sich nach einer Geschlechtsumwandlung »Gloria« nannte, ist tot in einem Frauengefängnis gefunden worden. Der Nachrichtensender WPLG berichtete in der Nacht zum Freitag aus Florida, dass der herzkranke 69-Jährige eines natürlichen Todes starb. Er hatte in Miamis Künstlerviertel Coconut Grove gelebt.

Allein in Stöckelschuhen festgenommen

Gregory »Gloria« Hemingway war vor einer Woche als öffentliches Ärgernis auf Key Biscayne, einer Insel vor Miami, festgenommen worden. Dort war er bis auf schwarze Stöckelschuhe, Schmuck und ein Krankenhaushemd über den Schultern nackt durch die Straßen spaziert. Als er am Montag einem Richter vorgeführt werden sollen, entdeckte man ihn tot in seiner Zelle.

Gregory war einer von drei Söhnen von Hemingway und seiner zweiten Frau Pauline. In seinem Buch »Papa: A Personal Memoir« beschrieb Gregory den berühmten Vater 1976 als einen »unerträglich gepeinigten« Menschen. Nach einem Bericht des »Miami Herald« kam der jüngste Spross des Schriftstellers nicht mit seinem Vater zurecht, hatte schwere Alkoholprobleme und litt unter Depressionen.Ernest Hemingway hatte sich 1961 das Leben genommen. Auch der Vater, die Schwester, der Bruder und eine Enkelin des Literaten starben durch Selbstmord.