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Leipziger Buchmesse: Lautsprecher zwischen Manga-Comics

Viele Besucher nutzen die Leipziger Buchmesse, um Schriftstellern nahe zu kommen. Und die wissen diese Gelegenheit ebenfalls zu nutzen - allen voran Günter Grass.

Tausende Besucher haben auch am zweiten Tag der Leipziger Buchmesse die Hallen bevölkert. Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass nutzte am Freitag eine Lesung für seine Medienkritik. "Man hat im vergangenen Jahr versucht, mich mundtot zu machen", sagte er bei einer überfüllten Lesung. Sein spätes Eingeständnis, mit 17 Jahren in der Waffen-SS gewesen zu sein, habe eine unbeschreibliche Polemik ausgelöst. Er habe 2006 daher sogar darüber nachgedacht, das Land zu verlassen, sagte Grass. Die Arbeit an seinem neuen Gedichtband "Dummer August" habe ihm geholfen, alles zu verarbeiten. Er werde sich den Mund nicht verbieten lassen. "Ich verweigere die Annahme medialer Ekelpakete", sagte Grass.

Einer der ältesten Autoren dieses Buchmesse-Jahrgangs wurde am Abend erwartet. Der 78-jährige kirgisische Schriftsteller Tschingis Aitmatow wollte aus seinem neuen Buch "Der Schneeleopard" lesen. Ein vollgepacktes Leseprogramm bot tagsüber Begegnungen mit alten Hasen, Jungautoren und Literaturdebütanten. Schauspieler Michael Degen sagte bei der Vorstellung des zweiten Teils seiner Autobiografie "Mein heiliges Land. Auf der Suche nach meinem verlorenen Bruder": "Ich habe noch nie eine so volle Messe gesehen. Das Interesse hier, das ist beruhigend." Auch prominente Musiker stellten eigene Bücher vor, darunter Ulla Meinecke und Heinz Rudolf Kunze. Die Buchmesse- Organisatoren rechneten mit 53.000 Besuchern für die ersten beiden Tage - etwas mehr als im vergangenen Jahr.

Unfreiwilliger Russischkurs

Die Nachfahren von Leo Tolstoi und Michail Scholochow lasen aus den Werken ihrer Ahnen und ließen so die frühere Sowjetzeit noch einmal auferstehen. Weil der Übersetzer, der die deutschen Versionen lesen sollte, im Schnee stecken blieb, erhielten die Besucher einen unfreiwilligen Russischkurs - und die Schriftstellernachfahren waren erstaunt, wie viele Deutsche ihrer Sprache mächtig sind.

Laut Stiftung Lesen wird Kindern immer weniger vorgelesen. Das Schulbuch sei oft der erste Kontakt mit dem Medium Buch. "Zwei von drei Eltern lesen ihrem Nachwuchs nie vor. Eltern aus bildungsfernen Schichten lesen ihren Kindern von der Geburt bis zur Einschulung insgesamt nur 24 Stunden vor", sagte Christoph Schäfer von der Stiftung bei der Vorstellung des Trendberichts Kinder-und Jugendbuch 2007. Rund 500 Erzieher aus ganz Deutschland informierten sich in einem Workshop, wie sie die frühkindliche Bildung verbessern können.

"Beschäftigt euch mit Mangas!"

Dicht umlagert waren erneut die Manga-Stände. Der Leipziger Medienpädagoge Hartmut Warkus empfahl Eltern von jungen Manga-Lesern, mit ihren Kindern über die Wirkung der Comic-Bilder zu sprechen. "Nehmt die Kinder an die Hand, lasst sie nicht alleine mit den Mangas, beschäftigt Euch auch damit!", sagte Warkus. Zudem müsse den kleinen Leseratten klar gemacht werden, dass man nicht jede Manga- Serie komplett haben muss. "Solche Bücher sind nicht ganz billig. Da ist schnell das ganze Taschengeld ausgegeben", sagte er.

Auch Preisverleihungen standen wieder auf dem Programm. Der Stroemfeld Verlag aus Frankfurt/Main erhielt den mit 26.000 Euro dotierten Kurt Wolff Preis 2007. Der vor 36 Jahren vom Verleger KD Wolff unter dem Namen Roter Stern gegründete Verlag habe mit seinen Faksimile-Editionen und Gesamtausgaben etwa von Hölderlin, Kafka oder Kleist den Sprung vom linken Polit-Verlag zur angesehenen Literaturinstitution geschafft, hieß es in der Begründung. Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis ging an den Verlag Urs Engeler Editor (Weil am Rhein). Die ARD-Radionacht der Hörbücher sollte den zweiten Tag der noch bis Sonntag dauernden Buchmesse abrunden.

DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(