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Pippa Goldschmidt: Wörterleuchten am Firmament

In ihrem Erzählungsband "Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen" blickt die britische Autorin Pippa Goldschmidt aufs Gewohnte durch das Teleskop.

Von Britta R. Kollberg

Pippa Goldschmidt

Die britische Schriftstellerin Pippa Goldschmidt

Picture Alliance

Manche Bücher fliegen etwas unterm Radar durch. Doch wenn man sie plötzlich auf den Schirm bekommt, eröffnen sie den Blick in eine ganz neue Welt – oder machen die scheinbar bekannte Welt in neuem Licht, in ganz ungeahnten Zusammenhängen sichtbar. So wie der Asteroid, von dessen möglicherweise bevorstehendem Aufprall Pippa Goldschmidt in der Erzählung "Wie korrekt muss man sein (um im Leben etwas zu erreichen)" berichtet. Ein Aufprall, der sich ereignet, wenn auch in anderer Weise als erwartet. Und an anderen Orten.

In Goldschmidts Storys treffen wir Albert Einstein im Fahrstuhl, wirkliche "Computerinnen" und andere Träumer im Hinterzimmer der Wissenschaft. Wir erfahren die tiefe, schmerzhafte Bedeutung von Zahlen und verstehen plötzlich die Mengenlehre und ihre Einschnitte in unseren Alltag. Wir sehen, wie Geschichte und Gegenwart sich verbinden, wie Planeten und die sie beobachtenden Menschen am Teleskop um dieselben Fixpunkte kreisen. Wie Bekanntes und Überraschendes ein ungewöhnliches, ganzes Bild ergeben. 

Ein Band, der großartig kurzweilig ist und uns dennoch nicht nur "streift wie ein Stein, der über die Oberfläche eines Teiches ditscht ...", sondern eintaucht. Der die Leserin und den Leser nach jedem letzten Satz weitersinnen und immer neue Geheimnisse in den Ecken unserer Denkgebäude entdecken lässt. Übersetzt von Zoë Beck mit einer Farbigkeit und Treffsicherheit des Ausdrucks, die die Erzählungen auch sprachlich zu einem großen Genuss machen. Wie eine Sternschnuppennacht, die uns das Dunkel so recht vor Augen führt, indem sie es erhellt und mitten darin unsere Wünsche und Hoffnungen aufleuchten lässt – und die immer viel zu schnell vorbeigeht. Genau die richtige Lektüre für den nächsten großen Sommer.

Pippa Goldschmidt: "Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen. Storys", CulturBooks Verlag, Hamburg 2018

Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(