VG-Wort Pixel

Astronomie Beeindruckendes Spektakel: Der Jupiter ist der Erde aktuell so nahe wie seit Jahrzehnten nicht

Der Planet Jupiter
Der Planet Jupiter
© martin_adams2000 / Getty Images
Derzeit kann man den Jupiter besonders gut am Nachthimmel sehen, denn er ist der Erde nicht nur besonders nahe, sondern steht auch noch in Opposition zur Sonne. Selbst mit dem Fernglas könnte man einen guten Blick erhaschen.

Der riesige Gasplanet Jupiter kommt der Erde an diesem Montag so nahe wie seit 59 Jahren nicht mehr. Weil er zudem in Opposition steht, wird er besonders gut am Nachthimmel sichtbar sein.

In Opposition befindet sich ein Planet, wenn man eine gerade Linie von der Sonne zur Erde zum jeweiligen Planeten ziehen könnte, sich also alle drei genau gegenüber liegen. Während der Opposition erscheinen Planeten am größten und hellsten. Jupiters Opposition findet alle 13 Monate statt.

Unabhängig davon kommt der Riesenplanet der Erde so nah wie seit 1963 nicht mehr: Aufgrund der unterschiedlichen Umlaufbahnen von Erde und Jupiter um die Sonne haben sie sich nicht permanent den gleichen Abstand zueinander. Am heutigen Montag wird der Jupiter laut NASA etwa 600 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sein. Ansonsten kann er in bis zu 970 Millionen Kilometern Entfernung von uns entfernt seine Runden ziehen.

Planet sogar mit einem einfachen Fernglas sichtbar

"Jupiter ist so hell und leuchtend, dass man ihn sogar mitten in einer hellen Stadt sehen kann", so Alphonse Sterling, NASA-Astrophysiker, gegenüber dem US-Portal NPR. "Also würde ich sagen, dass es eine gute Idee ist, das auszunutzen und ihn zu betrachten, egal wo man sich befindet."

Er weist darauf hin, dass Jupiter jedoch am Nachthimmel eigentlich immer gut sichtbar sei, so dass es für einen zufälligen Beobachter schwierig sein könnte, einen Größenunterschied zu bemerken.

Jupiter: So nah wie aktuell ist der Planet erst in mehr als 100 Jahren wieder

Am besten sieht man den Planeten natürlich mit einem Teleskop, wer jedoch keines hat, kann auch mit einem Fernglas Erfolg haben. Das muss man allerdings sehr ruhig halten, um eine gute Sicht zu haben. Alphonse Sterling sagt, er habe einen Sims zum Abstützen benutzt.

"Ich konnte definitiv die Monde neben dem Jupiter sehen, die wie kleine Sterne aussahen", berichtet er. "Und das ist jetzt sicherlich einfacher, als wenn Jupiter am weitesten entfernt wäre." Das nächste Mal, dass Jupiter uns so nahe kommt, wird erst im Jahr 2129 sein.

Die vier größten Jupiter-Monde sind Io, Europa, Ganymed und Callisto, insgesamt umschwirren allerdings mindestens 53 Monde den Gasriesen. Wissenschaftler gehen sogar insgesamt von 79 Jupiter-Monden aus. Vor einem Monat veröffentlichte die NASA neue Bilder, die vom James-Webb-Weltraumteleskop aufgenommen wurden.

Quellen:  NPR, NASA

wt

Mehr zum Thema

Newsticker