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Vermischtes: Lindbergh-Biograf bezweifelt Angaben deutscher Geschwister

Lindbergh-Biograf bezweifelt Angaben deutscher Geschwister

Hamburg - Der Biograf von Charles Lindbergh hat erhebliche Zweifel an der Behauptung dreier deutscher Geschwister erhoben, sie seien Kinder des amerikanischen Fliegerpioniers. In der neuen Ausgabe des stern sagte A. Scott Berg, die Aussage der vermeintlichen Tochter Astrid Hesshaimer, sie habe ihm einen Brief geschrieben, aber keine Antwort erhalten, sei falsch. Er habe nie einen solchen Brief bekommen. "Ich höre zum allerersten Mal von der Sache – sonst wäre ich dem natürlich nachgegangen," bekräftigte Scott, der für seine Lindbergh-Biografie mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde.

Eine weitere Unklarheit ergibt sich aus Erzählungen Dyrk Hesshaimers über seine letzte Begegnung mit Lindbergh im Jahr 1973. Damals sei der Mann bereits so krank gewesen, dass er einen platten Reifen an seinem VW nicht mehr habe reparieren können. Zu dem Zeitpunkt, so der stern, habe der Wagen bereits drei Jahre in einem kleinen Museum in Minnesota gestanden.

Lindbergh-Biograf Scott hält es für gut möglich, dass ein Kontakt zu Brigitte Hesshaimer und ihren Kindern bestanden habe. Nur an die Vaterschaft glaubt er nicht. "Ich glaube gern, dass ihre Mutter ihnen gesagt hat, Charles Lindbergh sei ihr Vater. Ich weiß nichts über die mentale Verfassung dieser Frau. Es war sicher nicht leicht, in den fünfziger Jahren drei Kinder ohne Vater großzuziehen."

Nachrichtenredaktion
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