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Deal von Prinz Andrew Queen selbst zahlt zwei Millionen Pfund

Queen Elizabeth II. und ihr Sohn Prinz Andrew.
Queen Elizabeth II. und ihr Sohn Prinz Andrew.
© imago/APress
Prinz Andrew greift in die Tasche, um die Vorwürfe von Virginia Roberts aus der Welt zu schaffen. Die Queen steuert zwei Mio. Pfund bei.

Immer neue Details des ausgehandelten Deals zwischen Prinz Andrew (61) und Virginia Roberts Giuffre (38) sickern durch. Nachdem am Mittwochabend zunächst "The Telegraph" berichtete, dass die Klage wegen sexuellen Missbrauchs gegen den Sohn von Queen Elizabeth II. (95) gegen Zahlung von zwölf Millionen Pfund (rund 14,4 Mio. Euro) eingestellt werden wird, scheint nun auch bekannt, was die Königin davon selbst beisteuert.

Die britische Zeitung "The Mirror" will von einem Insider erfahren haben, dass das britische Staatsoberhaupt zwei Millionen Pfund (ca. 2,4 Mio. Euro) aus eigener Tasche bezahlen werde. Das Geld von ihr gehe an den Wohltätigkeitsfond von Roberts Giuffre. Außerdem wurde bekannt, dass Prinz Andrew jedoch seine Stellung als offizieller Staatsrat der Königin genauso behalten darf, wie auch sein Titel als Vizeadmiral und das Herzogtum York. Für die Entziehung des Herzogtitels wäre im Übrigen ein Parlamentsbeschluss notwendig, der aber nicht angestrebt werde.

Prinz Andrew zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück

Seine militärischen Zugehörigkeiten und Schirmherrschaften musste Prinz Andrew bereits im Januar abgeben. Damals hieß es in einem Statement der Royal Family, dass dies mit dem "Einverständnis und der Zustimmung der Queen" geschehen sei. Bereits im Mai 2020 wurde bekannt, dass Andrew das Königshaus nicht mehr offiziell vertreten dürfe. Daran wird sich selbstredend nichts ändern. Mehr noch: Wie die "Daily Mail" meldet, wird er nach einem Gedenkgottesdienst an seinen verstorbenen Vater Prinz Philip (1921-2021) komplett aus der Öffentlichkeit verschwinden.

Bei den Platin-Jubiläumsfeiern der Königin werde er keine Rolle mehr spielen. Sein Bruder, Thronfolger Prinz Charles (73), habe darauf bestanden, dass er sich in Zukunft völlig zurückziehe. Andrew werden demzufolge nicht mehr an formellen Veranstaltungen des Königshauses teilnehmen und auch nicht mehr auf dem Balkon des Buckingham Palastes bei offiziellen Anlässen zu sehen sein.

Vorwurf des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger

Der zweitälteste Sohn der Queen wurde von Giuffre beschuldigt, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben. Prinz Andrew wies sämtliche Anschuldigungen vehement zurück. Giuffre hatte Andrew im Sommer 2021 in den USA verklagt. Im Januar hatte er das Gericht darum gebeten, die Klage abzuweisen. Dieser Bitte kam der Richter damals allerdings nicht nach. Kurz darauf hatte Prinz Andrew alle militärischen Zugehörigkeiten und königlichen Schirmherrschaften abtreten müssen. Der Palast hatte mitgeteilt, dass der Royal sich als "Privatmann" hätte verantworten müssen.

Obwohl die Vergleichsvereinbarung kein formelles Schuldanerkenntnis oder eine Entschuldigung von Andrew enthielt, hieß es, dass er nun akzeptiere, dass Miss Roberts ein "Missbrauchsopfer" sei und dass er seine Zusammenarbeit mit Jeffrey Epstein (1953-2019), der unzählige junge Mädchen ausgebeutet hat, bedauere.

Der zuständige Richter muss der Einigung aber noch zustimmen.

SpotOnNews

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