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Hintergrund zum Netflix-Film "Buba" Die wahre Geschichte, wie Leonardo DiCaprio einmal ein Breakdance-Turnier in NRW verlor

Schauspieler Leonardo DiCaprio
Leonardo DiCaprio hat als Junge mal ein Breakdance-Turnier in Deutschland verloren. Der Film "Buba" erinnert seine Fans nun daran
© Valerie Macon / AFP
Im Netflix-Film "Buba" brüstet sich der Hauptcharakter damit, ein Breakdance-Turnier gegen den späteren Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio gewonnen zu haben. Den Tanzwettbewerb gab es wirklich. Nur der Sieger hieß nicht Buba.

"Is wirklich so passiert, könnt ihr googeln", sagt Buba (Bjarne Mädel) im gleichnamigen Netflix-Film. Es geht darum, dass er einen Breakdance-Wettbewerb gegen den späteren Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio gewonnen haben will. Um an diesem Wettbewerb teilzunehmen, schleicht sich Buba extra heimlich davon, während seine Eltern und sein Bruder Dante mit dem Auto wegfahren.

Tragischerweise sterben die Eltern am selben Tag bei einem Unfall und Dante fällt ins Koma. Aus dem erwacht er später zwar wieder, ist aber trotzdem nicht mehr derselbe wie vorher. Ab diesem Moment glaubt Buba, der eigentlich Jakob Otto heißt, dass seinem Bruder immer schlimme Dinge passieren, wenn er selbst Spaß hat und Glück empfindet. Deshalb führt er fortan ein Schmerztagebuch: Er isst faulige Äpfel oder lässt sich später Rippen brechen, damit es seinem Bruder gut geht und er selbst auch happy sein darf. 

Der Breakdance-Wettbewerb ist also der zentrale Ausgangspunkt für die Geschichte. Und es hat ihn tatsächlich gegeben. Leo war auch dabei. Der echte Sieger von damals heißt aber nicht Buba, sondern Achim Schilling, wie unter anderem "Gala.de" und die "Deutsche Welle" berichten. 

"Buba": Der Film greift Leos Breakdance-Niederlage auf

Anlässlich Leonardo DiCaprios Sieg als bester Hauptdarsteller bei den Oscars 2016 wurde die alte, schwarz-weiße Zeitungsmeldung noch einmal aus dem Archiv gekramt. Sommer 1984 im kleinen nordrhein-westfälischen Ort Oer-Erkenschwick bei Recklinghausen: Zu sehen ist ein verschmitzt dreinblickender Leo, der ein bauchfreies Shirt mit der Aufschrift USA trägt. In der Bildunterschrift heißt es: "Den ersten Preis, einen Walkman und einen kleinen Pokal, bekam Achim Schilling. (...) Leonardo DiCaprio kann zur Medaille noch eine Breakdance-Schallplatte mit über den großen Teich in seine Heimatstadt Los Angeles nehmen."

Der Blog "Kraftfuttermischwerk" zitiert aus einem Interview mit dem Sieger, das in der "Dorstener Zeitung" erschienen, aber nicht mehr online abrufbar ist. Darin erinnert sich Achim Schilling an einen kleinen Jungen: "1984 hat die 'Stimberg Zeitung' zu einem Breakdance-Turnier im Stadtpark aufgerufen und weil ein paar Freunde und ich das gemacht haben, sind wir da hin. 300 Zuschauer waren da – und Besuch aus den USA. Neun Jahre alt müsste der Junge aus Los Angeles damals gewesen sein, den wir alle Leo nannten. Wir waren alle recht aufgeregt, da Leo schon einige Turniere in den USA gewonnen hatte, und er sehr ehrgeizig aufgetreten ist."

Wie die "Deutsche Welle" berichtet, trat Leo damals unter dem Breakdance-Namen "The Noodle" an. Leonardo DiCaprio wurde von seiner Mama Irmelin aufgezogen, die Sommerferien verbrachte er häufig bei seiner Großmutter Helene in Oer-Erkenschwick. Auch nach seinem Durchbruch besuchte er immer wieder seine Oma in Deutschland, bis sie 2008 starb. 

Quellen: "Deutsche Welle", "Gala.de", "Kraftfuttermischwerk"


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