VG-Wort Pixel

Neuer Disney-Film Emma Stone spielt "Cruella" – und wehrt sich gegen Vorwürfe, sie würde den "Joker" kopieren

Emma Stone als Bösewichtin "Cruella" in neuem Disney-Trailer
Sehen Sie im Video: Trailer zum Film – Emma Stone als skurrile Bösewichtin "Cruella".
Mehr
Der Disney-Film "Cruella" wird von vielen Fans ungeduldig erwartet – der Trailer sorgte für hohe Erwartungen und Vorfreude. Doch nun müssen sich Regisseur und Hauptdarstellerin Kritik gefallen lassen.

Der Trailer sorgte bereits für jede Menge Vorfreude: Disney hat sich statt einer Heldin oder Prinzessin jetzt einer seiner Schurkinnen angenommen. Cruella de Vil, die in "101 Dalmatiner" noch Hundewelpen zu Pelzmänteln verarbeiten wollte, bekommt ihren eigenen Film. Der soll erzählen, wie Cruella so garstig wurde, wie Disney-Fans sie aus den Dalmatiner-Filmen kennen. Die "Origin Story" eines Schurken – in der Filmbranche gerade ein ganz heißer Trend.

Gespielt wird die exzentrische Antiheldin von Emma Stone, die man sonst fast ausschließlich durch sympathische Rollen kennt. Niemand bezweifelt, dass sie diese etwas andere Figur grandios spielen wird – dennoch gibt es noch vor Erscheinen des Films bereits Kritik. Denn eine nicht ganz unähnliche Geschichte wurde erst 2019 im Film "Joker" erzählt. Darin spielte Joaquin Phoenix den bitterbösen Gegner von Batman als jungen Mann, bevor er sich zum allseits bekannten skrupellosen Verbrecher entwickelte.

Die Grundidee sei gleich, der Film jedoch ganz anders

Jetzt äußerte sich Emma Stone zu dem Vorwurf, "Cruella" wäre ein Abklatsch von "Joker". Sie stellt im Interview mit dem Kinomagazin "Total Film" klar: "Ich würde mich niemals auch nur ansatzweise mit Joaquin Phoenix vergleichen. Ich wünschte, ich wäre mehr wie er!", sagt die 32-Jährige. Und nicht nur sie sei keine billige Kopie, sondern auch der Film sei es nicht: "Er ist auf viele verschiedene Arten ganz anders als 'Joker'."

Der Regisseur von "Cruella", Craig Gillespie, springt ihr zur Seite. Er verstehe allerdings, woher die Vorwürfe kämen: "Da gibt es ein paar wirklich tiefgründige, dunkle, emotionale Dinge, mit denen Cruella umgehen muss und die sie auf die dunkle, verbrecherische Seite ziehen", zitiert ihn "Total Film". Das sei aber auch alles, was "Cruella" und den "Joker" miteinander verbinde. Denn darüber hinaus handele es sich um zwei ganz unterschiedliche Filme: "Es ist definitiv etwas ganz Eigenes. Um Cruella in einem neuen Licht zu zeigen, wollte ich die Figur anders erzählen. Ich fand es wichtig, ihre dunkle Seite zu zeigen. Aber ansonsten wird es jede Menge Spaß geben, der Film hat viel Humor. Da gibt's viele herrlich schlagfertige Dialoge, und der Rhythmus und Stil sind auch völlig anders als im 'Joker'."

Gänzlich beurteilen lässt sich das aber erst im Sommer, wenn "Cruella" in die Kinos oder – je nach Pandemielage – ins Angebot der Streaming-Dienstleister kommt.

Quelle:   "Film Total"

wt

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker