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Horrorklassiker: Neuverfilmung von Stephen Kings "Es" startet in den Kinos

In Hollywood verfilmt man gerne alte Filme neu. Regisseur Andrés Muschietti wagt sich an den King-Klassiker "Es" und bringt noch mehr Psycho-Horror und "Netflix-Charme" in den Film. "Es" startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.

Pennywise, der Clown aus "ES" in der berühmtesten Szene des Films

Der mordende Clown "Pennywise" wird in der Neuverfilmung von "ES" von Bill Skarsgard verkörpert.

Die Originalverfilmung "Es" vom amerikanischen Schriftsteller Stephen King sorgte in den 80er Jahren dafür, dass viele Menschen ein nicht ganz gesundes Verhältnis zu Clowns entwickelt haben. Das hat gute Gründe, denn in der Kleinstadt Derry, dem Handlungsort der Geschichte, ermordet Clown Pennywise einen kleinen Jungen. Seit Jahren verschwinden auffällig viele Menschen in der Kleinstadt und die Todesrate ist enorm hoch. Eine Bande Teenager begibt sich daraufhin auf die Spuren des "Psycho-Clowns". In der Neuverfilmung von "Es" wird Pennywise von Bill Skarsgard gespielt, der seine Rolle perfekt umsetzt. Regisseur Andrés Muschietti bringt eine düstere, aber moderne Atmosphäre in den Film, der an die Netflix-Produktion "Stranger Things" erinnert. Ein Konzept, das aufgeht. In den USA ist "Es" ein Kassenschlager.

197 Millionen Zuschauer sehen Trailer zu "Es"

Nach einer TV-Verfilmung vor gut 25 Jahren kommt der Bestseller nun in zwei Teilen in die Kinos und in den ist der Erfolg des Films immens: "It", so der Originaltitel, gelang dort der beste Start für einen Horrorfilm aller Zeiten, der bisherige Rekordhalter "Paranormal Activity 3" kam zum Auftakt nicht einmal auf die Hälfte der rund 123 Millionen Dollar, die "Es" eingespielt hat.

Schon vor Monaten war der erste Trailer im Internet am ersten Tag rund 197 Millionen Mal aufgerufen worden, laut "New York Times" war das der erfolgreichste Vorschau-Filmclip aller Zeiten. Rund 85.000 Fans hatten sich für Besuchstour und Fotos vor dem Horrorhaus aus dem Film angemeldet, das der Filmverleih Warner in Los Angeles nachbaute.

Viele Vorschusslorbeeren also für die Verfilmung eines 31 Jahre alten und im Original rund 1100 Seiten langen Buchs. Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe von Teenagern in der Kleinstadt Derry im Bundesstaat Maine der späten 80er Jahre. Zu Beginn ermordet der gruselige Clown den sechsjährigen Georgie Denbrough, einige Monate später versucht dann eine Gruppe von Teenagern, angeführt von Georgies Bruder Bill, den Tod und weitere mysteriöse Geschehnisse in Derry aufzuklären. Dabei merken sie schnell, dass sie sich ihren schlimmsten Ängsten stellen müssen, um die Taten des seit Jahrhunderten mordenden Clowns zu verstehen.

Zwischen Netflix-Atmosphäre und Teenager-Klischee

Ignorante, behäbige Erwachsene in einer klaustrophobischen Kleinstadt, arrogante Schulhofrüpel und ein halbes Dutzend Teenagerrollen mit den üblichen Charakterzügen vom "dicken Nerd" bis zum "heißen Mädchen": Die Liste üblicher Horror-Klischees ist auch in "Es" lang. Trotzdem funktioniert der Film wegen seiner gelungenen Mischung von Zeitgeist und traditionellen Motiven.

"Es" knüpft einerseits in Ästhetik und Thematik an Stoffe wie die immens erfolgreiche -Serie "Stranger Things" an. Andererseits behandelt der Schocker genug universelle Themen, mit denen viele Zuschauer etwas anfangen können: Einsamkeit, der Kampf gegen Schrecken, die Erwachsene nicht wahrnehmen wollen und die zerstörerische Macht, die Angst über uns bekommt, wenn wir uns ihr nicht stellen. In den USA haben diese Mischung und eine herausragende Mundpropaganda dazu geführt, dass rund die Hälfte aller Zuschauer weiblich ist - ungewöhnlich für einen Horrorfilm.

Trotzdem ist Andrés Muschiettis King-Verfilmung nicht perfekt. Mit 135 Minuten gerät "Es" gerade im Computer-Effekte-überladenen letzten Drittel ein wenig zu lang und nicht alle Gags der sehr solide agierenden Teenagerriege zünden. Nichtsdestotrotz schafft Muschietti mit diesem ersten Kapitel seiner zweiteiligen Buchverfilmung eine der besten King-Adaptionen der vergangenen Jahrzehnte - vor allem deshalb, weil er neben ausgiebigen Schockeffekten auch in den Teilen überzeugt, die vom schwierigen Heranwachsen von Teenagern in der Provinz handeln.

fk/DPA
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo