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"Hangover 2": Ärger wegen Gesichtstattoo

Die Macher des Films "Hangover 2" sehen sich kurz vor Filmstart mit einer Klage konfrontiert und bangen um den rechtzeitigen Anlauf des Streifens. US-Bezirksrichterin Catherine D. Perry wies jetzt den Antrag des Klägers auf eine einstweilige Verfügung zurück.

Regisseur Todd Phillips brachte die Premiere seines neuen Films "Hangover 2" erfolgreich über die Bühne. Danach kamen plötzlich rechtliche Probleme auf, die den Filmstart hätten verzögern können. Eine Klage bezog sich auf ein berühmtes Gesichtstattoo von Boxlegende Mike Tyson, dem im Film eine wichtige Rolle zukommt. Auf den Filmplakaten ist ein verkaterter Ed Helms zu sehen, der das Tattoo - wie Mike Tyson - um das linke Auge herum trägt. Der Tattookünstler S. Victor Whitmill, der das Bild im Gesicht Tysons entwarf, sah im Filmtattoo eine Urheberrechtsverletzung und reichte im US-Bundesstaat Missouri Klage gegen das Filmstudio Warner Brothers ein.

Die Filmleute beriefen sich aber auf das Recht des "Fair Use". Laut einem Bericht von "mediabiz" wurde die Klage des Tätowierers inzwischen abgewiesen. Allerdings gab die Richterin Catherine D. Perry bei ihrem Urteil an, dass es sich bei dem Tattoo um eine exakte Kopie handele - der "Fair Use"-Paragraph in diesem Falle also nicht greife. Sie wies Whitmills Forderung nach einer einstweiligen Verfügung mit dem Verweis auf das öffentliche Interesse ab.

"Hangover 2" kann also wie erwartet am 26. Mai in den USA, und am 2. Juni in Deutschland in den Kinos anlaufen. Die Deutschlandpremiere des Films findet heute, am 25. Mai, in Berlin statt.

hw/Cover Media / Cover Media
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