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"Klang der Stille": Das stille letzte Jahr Beethovens

In seinem letzten Lebensjahr begegnet der Komponist Ludwig van Beethoven einer jungen Konservatoriumsstudentin. Diese hilft ihm bei der Vollendung der 9. Sinfonie - und gewinnt seine Zuneigung.

Der bereits gehörlose Ludwig van Beethoven lernt in seinem letzten Lebensjahr die junge Komponistin Anna Holtz (Diane Kruger) kennen, die gerade in Wien angekommen ist. Sie möchte unbedingt für den Meister arbeiten. Sie soll die Noten für das Orchester zu Papier bringen. Damit stößt sie zunächst auf Widerstand, denn Beethoven duldet keine Frau an seiner Seite. Doch mit Disziplin und Durchhaltevermögen erobert sie sich langsam den Respekt und schließlich sogar die Zuneigung ihres Arbeitgebers.

Nach "Ludwig van B. - Meine unsterbliche Geliebte" und "Eroica" nimmt sich Regisseurin Agnieszka Holland erneut des berühmten Komponisten Ludwig van Beethoven an und skizziert dessen letztes Lebensjahr anhand seiner Beziehung zu einer jungen Frau. Das Drehbuch schrieben Stephen J. Rivele und Christopher Wilkinson, die auf biografische Dramen spezialisiert sind und dafür bereits eine Oscar-Nominierung eingeheimst haben ("Nixon", 1995).

Ed Harris zieht als Beethoven alle schauspielerischen Register bei der Darstellung des rücksichtslosen Egomanen, der auch seine verletzbare Seite zeigen kann. Diane Kruger fällt dagegen ein wenig ab. Die Musik Beethovens trägt den Zuschauer durch den Film bis zum fulminanten Ende mit der 9. Sinfonie. Inhaltlich wird der Film nicht gerade Musikwissenschaftler erfreuen, dafür aber Augen und Ohren des Normalzuschauers.

che/DPA

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