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"Mein Führer": Helge Schneider findet Hitler-Film nicht komisch

Am kommenden Donnerstag läuft "Mein Führer" in den Kinos an. Schon vor dem Start hat Hauptdarsteller Helge Schneider bekannt, den Film nicht sonderlich lustig zu finden.

Entertainer Helge Schneider geht auf Distanz zu Dani Levys Film "Mein Führer", in dem er Adolf Hitler spielt. "Der Film ist sicher nicht schlecht, aber ich hab' da nicht so einen Thrill erfahren dabei", sagte Schneider. "Tut mit leid, ich find' den eben nicht so lustig." Sein persönliches Verhältnis zu Levy sieht er dadurch nicht getrübt. "Dani und ich sind weiter Freunde. Man muss ja nicht einen Film, wo man mitgemacht hat, bloß aus irgendwelcher Solidarität dann supergut finden." Die Komödie startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.

Helge spielt lieber Käsebrot und Katzeklo

In der Freitagsausgabe der Zeitung "Die Welt" erklärte Schneider: "Ich habe diese Rolle nebenbei gespielt, was ich als Hobby sehe - ich bin ja kein Schauspieler, ich bin Darsteller. Das ist auch der Grund, warum ich das so locker machen konnte: Ich habe da keinen Druck. Ich muss jetzt nicht von Hollywood entdeckt werden. Weil ich Musiker bin. Weil ich immer mein Käsebrot spiele und Katzeklo." Mit seiner Leistung als Hitler-Darsteller sei er durchaus zufrieden, sagte Schneider. Allerdings hätte er den Diktator "anders dargestellt", als es Drehbuch und Regisseur verlangten. "Da bin ich nur der Darsteller, der den Text abnudelt. Alles andere, wo nicht gesprochen wird, das bin ich. Ich habe nix am Text verändert, ich bin dafür nicht zuständig."

Fernsehmoderator Michel Friedman, ehemaliger Vizepräsident des Zentralrats der Juden, zeigte sich gespannt auf den Film. Eine Komödie ist seiner Meinung nach genauso wie die Tragödie geeignet, sich mit Hitler zu beschäftigen: "Der Humor, die Satire ist eine künstlerische Form, die auch das Unfassbare erklären kann".

DPA / DPA
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