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"Mitfahrer": Auf der Autobahn nachts um halb eins

Sie alle kennen sich nicht und sind nun auf dem Weg nach Berlin: In drei Autos treffen verschiedene Mitfahrer aufeinander. Geschickt verknüpft Nicolai Albrechts in seinem Spielfilmdebüt Episoden von deutschen Autobahnen.

Von Carsten Heidböhmer

Eigentlich scheint er ja ganz sympathisch, der Bademodenvertreter Peter (Ulrich Matthes), der sich über die Mitfahrzentrale Gesellschaft für seine langen Dienstreisen sucht. An diesem Tag hat er die junge Studentin Carolin und den Afrikaner Hilal an Bord. Freundlich, aufgeschlossen, offen gibt er sich zunächst seinen Mitfahrern gegenüber. Doch schon bald fühlt sich Carolin von dieser Aufgeschlossenheit, die nicht ganz ohne Sexismus ist, bedrängt. Die Stimmung ist fortan angespannt.

Auch bei Katharina (Jana Thies) läuft nicht alles glatt. Die junge Frau hat in Kassel Sylvester und Fabian aufgelesen. Doch die Fahrt verläuft alles andere als angenehm: Mit seiner besserwisserischen Art nervt Sylvester seine Mitfahrer derart, dass Katharina und Fabian ihn an einer Raststätte einfach stehen lassen.

Flirt auf der Fahrt zum Ex

Dadurch landet dieser schließlich bei Rosa und ihrer Mutter Loubelle (Ingrid Sattes). Zwar nehmen die beiden aus Prinzip niemals Anhalter mit, aber an diesem Tag machen sie eine Ausnahme. Das bleibt nicht ohne Folgen, denn zwischen Loubelle und Sylvester entwickelt sich ein heißer Flirt. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass sich zwischen beiden mehr entwickelt, wäre da nicht Loubelles Ex, zu dem sie ein letztes Mal fährt.

Alle drei Autos befinden sich auf dem Weg nach Berlin, jeder aus einem anderen Grund. Auf engstem Raum entwickeln sich zwischen diesen unterschiedlichen Menschen Kontakte. Geschickt verknüpft der Film fremde Schicksale miteinander. Auch wenn hier kein Robert Altman am Werk ist, gelingt das sehr gut. Denn es gibt ja noch eine Rückfahrt. Und da werden die Karten neu gemischt. Wie der Zufall so spielt, treffen nämlich die altbekannten Personen wieder aufeinander - nur in anderen Kombinationen.

Erfrischendes Debüt

Regisseur Nicolai Albrechts hat ein erfrischendes Spielfilmdebüt vorgelegt, das fast ausschließlich auf deutschen Autobahnen spielt. Dadurch gelingt ihm ein guter Einblick in die Stimmungslage der Nation, die wie kaum eine zweite in und für Autos lebt. Wohl auch aus diesem Grund wurde "Mitfahrer" als offizieller Eröffnungsfilm der Berlinale-Reihe "Perspektive Deutscher Film" ausgewählt. Neben der ungewöhnlichen Kulisse überzeugt der Episodenfilm mit einem großartigen Ensemble, das neben dem wie immer überzeugenden Ulrich Matthes eine Menge junger Schauspieler präsentiert, darunter die Max-Ophüls-Preisträgerin Jana Thies. Wäre schön, sie bald wiederzusehen - und das nicht nur auf der Autobahn.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(