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"Tatsächlich... Liebe": Weihnachtsfilm mit Spitzenbesetzung

Es weihnachtet wieder: Was passt da besser als eine romantische Komödie über das ganz große Gefühl? Die Zutaten: Liebesgeschichten, britischer Humor sowie hochkarätige Schauspieler.

Weihnachten steht vor der Tür, und was passt da besser als eine romantische Komödie über das ganz große Gefühl? Die Zutaten: jede Menge kleine und große Liebesgeschichten, Charme, eine Portion britischer Humor sowie ein knappes Dutzend hochkarätiger Schauspieler. In seinem Regiedebüt "Tatsächlich... Liebe" beweist Erfolgs-Drehbuchautor Richard Curtis ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill") einmal mehr sein Gespür für die passende Rezeptur.

Der Film beginnt so, wie er gute zwei Stunden später endet: Bilder der Wiedersehensfreude an einem Flughafen. Hier, so Curtis, sei von negativen Gefühlen, von Hass und Gier nichts zu spüren. "Und das ist schließlich einer der Gründe, warum wir Filme machen, wir wollen die Menschen glücklich machen".

Hugh Grant erneut als Charmeur

Dazwischen liegen zwei Monate vor Heiligabend: Ganz London sehnt sich nach der Liebe. Selbst der britische Premierminister (Hugh Grant) wird vom Gefühlstaumel nicht verschont und verliebt sich in sein Serviermädchen - die einzige Rolle vielleicht, die zu sehr schon Slapstick-Züge hat. Er habe es einfach witzig gefunden, den Premierminister zu spielen, so Grant, der eigentlich von seinem Image als charmanter Gentleman weg wollte.

14 Protagonisten und die Liebe

Neben diesen beiden lieben und leiden nicht weniger als 14 Protagonisten. Da sind unter anderem der Schriftsteller Jamie (Colin Firth), der sich, gerade von seiner Freundin betrogen, in sein portugiesisches Hausmädchen verliebt. Verlagsleiter Harry (Alan Rickman) erliegt fast den Avancen seiner Angestellten Mia (Heike Makatsch), während sich seine Ehefrau (Emma Thompson) immer mehr der Routine ihrer Ehe bewusst wird. Deren Bruder Daniel (Liam Neeson) muss mit dem Tod seiner Frau fertig werden und gewinnt schließlich durch die erste Liebe seines Stiefsohns Sam neuen Lebensmut. Der abgetakelte Sänger Billy (brillant: Bill Nighy) schließlich, der mit einer Weihnachtsversion seines bekanntesten Hits ein Comeback startet, entdeckt in seinem Manager den wahren Freund.

Sie alle durchlaufen eine ganze Reihe von Verstrickungen und Irrtümern. Facetten der Liebe eben, die der elfjährige Sam auf den Punkt bringt: "Was gibt es Schlimmeres als die Qualen der Liebe." An Heiligabend schließlich gipfelt der Gefühlsrausch in diversen Liebesgeständnissen.

Romantik mit einem Schuss Kitsch

Herausgekommen ist ein Liebesreigen, der durchaus das Zeug zum Weihnachtsklassiker hat und dies nicht zuletzt auch den großartigen Leistungen der Schauspieler verdankt. Großes Gefühlskino also, romantisch und ein bisschen kitschig, lustig und manchmal ein bisschen albern. Wann wenn nicht an Weihnachten?

Claudia Holder, dpa / DPA