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James Cameron: "Titanic"-Regisseur verrät: Deshalb musste Jack sterben

Es ist eine der meist diskutierten Fragen der Filmgeschichte: Warum hat Jack Dawson den Untergang der Titanic nicht überlebt? Physikalisch wäre es möglich gewesen, doch das war nicht ausschlaggebend für die Entscheidung, verrät Regisseur James Cameron.

Vor 20 Jahren kam mit "Titanic" einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in die Kinos. Die Liebesgeschichte um Jack und Rose bewegt die Zuschauer noch heute. Warum musste Leonardo DiCaprio alias Jack Dawson sterben? Hätte er nicht auch auf die Holztür gepasst, an der sich Rose festklammerte? Sowohl die US-Serie "Mythbusters" als auch drei Schülerinnen aus Australien haben berechnet, dass die Tür zwei Personen hätte tragen können, wenn man Rettungswesten darunter geklemmt hätte. Doch die Physik spielte in der dramatischen Szene nicht die entscheidende Rolle, wie Regisseur James Cameron verriet.

"So steht es auf Seite 147"

In einem Interview mit "Vanity Fair" erklärte der 63-Jährige, dass die Entscheidung, Jack sterben zu lassen, eine künstlerische war. "Hätte er überlebt, wäre das Ende des Films bedeutungslos. Der Film handelt von Tod und Trennung; er musste sterben." Jack hätte demnach auch vom Schornstein der Titanic erschlagen werden können, wichtig sei gewesen, dass er stirbt. Außerdem habe es so auf Seite 147 des Skripts gestanden, so Cameron weiter.

Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in "Titanic"

Als Jack und Rose spielten sich Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in "Titanic" in die Herzen des Publikums


Der Oscar-Preisträger, der mit "Avatar" einen weiteren Welthit landete, findet es etwas albern, dass dieser Szene noch immer so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. "Aber es zeigt, dass es gelungen ist, Jack im Film so liebenswert darzustellen, dass es dem Publikum schmerzt, ihn sterben zu sehen", freute sich Cameron gegenüber der Zeitschrift. Die anhaltende Diskussion um den tragischen Tod des männlichen Protagonisten hat sicherlich dazu beigetragen, dass "Titanic" noch heute in den Köpfen und Herzen der Zuschauer segelt. Oder hätten Sie den Film noch einmal geschaut, wenn es am Ende keine Tränen zu verdrücken gibt?

 

fri
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo